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Johann Friedrich Starck's ... tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Lieder zum Gebrauche gesunder, betrübter, kranker und sterbender Christen ; mit der Lebensbeschreibung des sel. Verfassers / von M. Johann Jakob Stark ...
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für Unfruchtbare.

dies verführen lassen, und die Ulebertretung und Sünde einge­führt hat, daß jedoch Gott in der Geburt ihnen wolle beistehen und durchhelfen; sie sollen doch selig werden, ob sie gleich durch solches schmerzhafte Kindergebären den Zorn Gottes fühlen, nämlich, wenn sie würden in solchem Stande bleiben im Glauben an den Herrn Jesum, in der Liebe gegen Gott und Menschen, in der Heiligung des Lebens und in der Zucht und christlichem Wandel. Derohalben ist dieser Spruch ein Trostspruch in Kin­desnöthen und eine Versicherung derer, welche in Kindesnöthen sterben, daß sie der Schmerzen, die wegen der Sünde aufgelegt sind, ungeachtet doch sollen selig werden. aber er zeiget keine Ursache der Seligkeit der Weiber an.

7) Es sollen Eheleute auch die Zeit erwarten und im Gebet anhalten. Etliche Bäume tragen gleich das erste Jahr, etliche aber nach Verfluß vieler Jahre. Darum sollen fromme Eheleute nicht alle Hoffnung wegwerfen; werfet euer Vertrauen( auf Gott) nicht weg, welches eine große Belohnung hat, Hebr. 10, V. 35. Wie nun Gott nicht allen Menschen zu gleicher Zeit leib­liche Wohlthaten gibt, sondern dem Einen frühe, dem Andern spät, also auch in diesen Gaben.

8) Hiebei sollen sich Eheleute fleißig hüten vor Mißvergnügen gegen ihre Ehegatten, wenn das Weib die Schuld auf den Mann, oder der Mann auf das Weib schieben wollte; sondern bedenken, daß es Gott sey, der ihnen die Frucht des Leibes nicht geben will, 1. Buch Mos. 30, V. 1. Derohalben sie einander doch herzlich lieben und mit Gott zufrieden seyn sollen, weil keines von beiden ohne Gottes Gabe, Segen und Willen Etwas darzu thun kann. Absonderlich sollen sie sich auch vor Argwohn, Neid und Mißgunst hüten, wenn etwa die Freunde, Brüder und Schwestern schon nach der künftigen Erbtheilung fragen und trachten; sondern aufrichtig in der Liebe gegen einander verhars ren, die Ohrenbläser abweisen, und auch in den irdischen Gü­tern nach der Billigkeit und Liebe, wenn es ja einmal seyn muß, eine Verordnung machen.

9) Lässet Gott es frommen Eheleuten an Kindern fehlen, so sollen sie desto mehr in der Liebe Jesu zunehmen, und da die, so Kinder haben, oft am Gebet, am Gottesdienst und an der Er­bauung durch die Kinder gehindert werden, so können sie desto mehr dem Dienst Gottes ungehindert und ungestört abwarten.

10) Schenket Gott christlichen Eheleuten keine leiblichen Kin der, so sollen sie desto mehr die Armen sich lassen empfohlen seyn,