Sprüche, Seufzer und Gebete
stärke meine schwache Hand, Ach! heil und bring' in bessern Stand Das Straucheln meiner Füße.
Ja, mein Gott, auf dich harret meine Seele, und mein Vertrauen wanket nicht. Du freundlicher Jesu, erquicke mich mit deiner Freundliche keit in meinen Nöthen, richte auf die wankenden Füße, stärke die matten Hände; ich hoffe auf deine Güte, ich warte auf dein Heil, ich tröste mich deiner Guade! D du Gott aller Gnaden; der du uns tröstest in Angst, laß mir Barmherzigkeit widerfahren.
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Psalm 17. V. 6. 7. 8.
Ich rufe zu dir, daß du, Gott, wollest mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede. Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die dir vertrauen. Behüte mich wie deinen Augapfet im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.
Beuch mich, zeuch mich mit den Armen Deiner großen Freundlichkeit; Jesu Christe, dein Erbarmen Helfe meiner Blödigkeit. Wirst du mich nicht zu dir ziehen, Ach! so muß ich von dir fliehen. 3euch mich mit den Liebesfeilen, 3euch mich kråftig, o mein Gott! Ach! wie lang willst du verweilen, Starker Gott, Herr Bebaoth? Doch ich hoff' in allen Nöthen, Wenn du mich gleich wolltest tödten.
Ach Herr! bewahre vor Unglück mich und mein Kind, bedecke uns beide mit deinen Gnadenflügeln, höre mein Seufzen und hilf mir. Werden die Nöthen noch heftiger, so laß auch kräftigere Hülfe erscheinen; ich vertraue dir dennoch, ob es gleich scheinet, als ob du mich tödten wolltest. D! deine Hand ist nicht verkürzt, ich sehe nicht auf mein Unvermögen, sondern auf dich gnädigen, starken und barmherzigen Gott.
Hiob 5. V. 19.
Gott verletzet und verbindet, er zerbricht und seine Hand heilet. Aus sechs Trübfalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird dich kein Unglück rühren.
Bald wird mir Hülfe werden; Was soll der feige Muth? Nachdem ich, was auf Erden, Erlitten, wird es gut. Dann werd' ich fröhlich fingen; Auf Gott hab' ich gebaut, Drum muß es mir gelingen; Wohl dem, der Gott vertraut.
Ach Gott! die vorige so oftmal mir geleistete Hülfe macht mir Muth, daß du auch diesesmal werdest mein Gott, Erretter und Beistand seyn. Du bist ja noch so stark, als du vormals gewesen; hast du so Vielen geholfen, so beweise auch an mir deine Güte; so soll nach der Hülfe mein Mund voll Rühmens seyn, und ich will sagen: Das hat Gott gethan, der Name des Herrn sey gelobet!


