in Nöthen zu sprechen.
Klagl. Jer. 3. V. 22. 23.
Die Güte des Herrn ist's, daß wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und seine Trene ist groß. Der Herr ist mein Theil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn hoffen.
Sollt' es gleich bisweilen scheinen, Als ob Gott verlaß' die Seinen, Nun so weiß und glaub' ich dieß: Gott hilft endlich noch gewiß. Hülfe, die er aufgeschoben, Hat er drum nicht aufgehoben; Hilft er nicht zu jeder Frist, Hilft er doch, mann's nöthig ist.
Ach mein gnädiger Gott, deine Güte ist bei mir nicht nur alle Mor gen, sondern alle Augenblicke neu, du stärkest und erhältst mich augens blicklich. Wie könnte ich ohne dich dieses Alles verrichten, dein Aufsehen bewahret meinen Odem, du stärkest Haupt und Hände. Darum bin ich nicht verlassen, Gott weichet nicht von mir, und ich weiche auch nicht von Gott. Darum wird auch meine Hülfsstunde bald hereinbrechen, weil ich den bei mir habe, von dem alle Hülfe kommt.
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Psalm 4. V. 1. 4.
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Erhöre mich, wann ich rufe, Gott, meine Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst; sey mir gnädig, und erhöre mein Gebet. Erkennet doch, daß der Herr seine Heiligen wunderlich führet; der Herr höret, wann ich ihn anrufe.
Sey getren in deinem Hoffen; Hilft gleich Gott nicht, wie du willst, Bald hat er den Weg getroffen, Da dein Wünschen du erfüllst. Drum getreu, getreu aushalten Mußt du deinem lieben Gott; Jhn mußt du nur lassen walten, Nimmer wird sein Wort zu Spott; Rufe nur, er ist schon hier, Sein Herz bricht ihm gegen dir! Rufe nur, Gott ist vorhanden, Hoffnung machet nicht zu Schanden.
Ach mein Gott! ich weiß, daß du mich allezeit erhörest, darum will ich dir vertrauen in meiner schweren Zeit; wenn harte Stürme kommen, so will ich dir getreu aushalten. Führest du mich wunderlich, so führe mich nur selig; ich weiß, du bist und stehest neben mir, ob du gleich dich mit deiner Hülfe noch nicht offenbarest; ich spreche indessen im Glauben: Eir mir beizustehen, Herr, meine Hülfe!!
Klagl. Jer. 3. V. 25. 26.
Der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harret, und der Seele, die nach ihm fraget. Es ist ein köstlich Ding, geduldig seyn, und auf die Hülfe des Herrn hoffen.
Ich weiß, du wirst in deinem Sinn Stets Mitleid mit mir haben, Und mich, wie ich's bedürftig bin, Mit Gnad' und Hülfe laben. Ach! 4
DIA


