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Johann Friedrich Starck's ... tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Lieder zum Gebrauche gesunder, betrübter, kranker und sterbender Christen ; mit der Lebensbeschreibung des sel. Verfassers / von M. Johann Jakob Stark ...
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Sprüche, Seufzer und Gebete

Ach Gott! willst du mich große Angst und Schmerzen erfahren lassen, ach! so greif mich nur nicht zu heftig an; du weißt mein Vermögen, meine Kraft ist dir nicht verborgen. O! darum erquicke mich; wanu ich sinke, so hebe mich, wann ich ohnmächtig werde, so labe mich, wann ich müde werde, so stärke mich: Herr, Gott meines Lebens, erhalte mir und meinem Kinde das Leben, dafür soll dein Name ewiglich gerüh­met und gepriesen werden.

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Jasaja 12. V. 2. 4.

Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott ist meine Stärke und mein Psalm, und ward mein Heil. Lobsinget dem Herrn, denn er hat sich herrlich bewiesen; solches sey kund­in allen Landen.

Und weil ich ja nach deinem Rath Hier soll ein wenig leiden, So laß mich auch in deiner Gnad' Als wie ein Schäflein weiden; Daß ich im Glauben die Geduld, Und durch Geduld die edle Huld Nach schwerer Noth erhalte.

Ach ja, mein Gott! das ist mein Trost, daß mein Leiden endlich ein gutes und fröhliches Ende nehmen wird, darum weil du meine Stärke, mein Nothhelfer und Erretter bist; habe ich Gott bei mir, so habe ich eine gewisse Errettung. Darum will ich stille seyn und hoffen, durch Stilleseyn und Hoffen werde ich stark seyn. Ich vermag Alles durch den, der mich mächtig macht, Christum.

Psalm 22. V. 13. 16.

Sey nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe, und es ist hier kein Helfer; meine Kräfte sind vertrocknet, und meine 3unge klebet an mei= nem Gaumen.

Hast du denn, Jesu, dein Angesicht gänzlich verborgen, Daß ich die Stunden der Nächte muß warten bis Morgen? Wie hast du doch, Mußt du Süßester, können annoch bringen die traurigen Sorgen? denn, Liebste, dich also von Herzen betrüben, Daß ich ein wenig zu lange bin außen geblieben? Weißt du denn nicht, wie dir mein Herz es verspricht, Dich stets und ewig zu lieben?

Ja, deine Liebe und Treue, mein Jesu, ist der Grund meiner Hoffnung und Zuversicht; du hast mich je und je geliebet, und kraft deiner Liebe mir oftmal geholfen und mich errettet; darum hoffe ich, du werdest auch dieses­mal mich erquicken. Obgleich meine Noth groß ist, meine Hülfe noch fern scheinet, und von Mattigkeit meine 3unge am Gaumen klebt, so ist doch in dem Allen mein Herz auf dich gerichtet, du wirst mich doch noch fröhlich von allem Leiden erretten. Das alaub' ich, das weiß ich; ach Herr! stärke mir Glauben und Zuversicht.

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