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Johann Friedrich Starck's ... tägliches Handbuch in guten und bösen Tagen : enthaltend Aufmunterungen, Gebete und Lieder zum Gebrauche gesunder, betrübter, kranker und sterbender Christen ; mit der Lebensbeschreibung des sel. Verfassers / von M. Johann Jakob Stark ...
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XII

des seel. Verfassers.

Gelegenheit, die französische Sprache so vollkommen zu er­lernen, daß er nach seiner Zurückkunft in Frankfurt in beiden Sprachen, in der französischen und deutschen, das Wort des Herrn verkündigen konnte. Während seinem Aufenthalt in Genf erlangte er auch genaue Bekanntschaft mit den berühm­ten Theologen der daselbst blühenden Akademie, den Herren Turretin, Pictet, Legers und andern, so daß er nicht nur zu ihren vortrefflichen Bibliotheken einen freien Zutritt hatte, sondern auch allen academischen Acten beiwohnen durfte. Als unterdessen der obgedachte Herr M. Schulße mit Tod abging, hielt er demselben die Leichenpredigt, und gedachte nun ganz in Genf zu verbleiben, da ihm die damals allda anwesenden Fremden und andere gute Freunde nicht nur dazu riethen, sondern auch viele Hoffnung machten. Allein die Güte seines Gottes hatte ein ganz anderes über ihn beschlossen; denn weil die Patrone der Gemeine der Universität Leipzig aufgetragen hatten, ihnen einen Prediger vorzuschlagen, so wurde dazu von dorten aus Herr M. Graf ernannt; nach dessen Ankunft und Erwählung eines andern Helfers, that er darauf im Jahr 1711 den 12. Februar seine Abschieds­predigt, und rüstete sich zu seiner Abreise von Genf.

S. 14.

Weil er nun damals so nahe an den Grånzen Frankreichs sich befand, so nahm er sich mit Gott vor, eine Reise durch dieses Königreich zu thun, um sich in der französischen Sprache noch mehr zu üben und vollkommener zu machen. Unter eifri­ger Anrufung Gottes trat er darauf seine vorgenommene Reise, nachdem er vorher zu Genf die Bücher, Kirchensachen und Almosen dem neuen Herrn Pastor ausgeliefert hatte, nach Lyon an, und wurde allda von den Herren Vorstehern seiner vorigen Gemeine gütig und liebreich aufgenommen, auch von ihnen gendthigt, einige Zeit sich bei ihnen aufzuhal­halten, um die Merkwürdigkeiten ihrer Stadt, sonderlich die dafige vortreffliche Bibliothek zu besehen. Auf Anrathen seiner