des feel. Berfaffers.
Herrn D. Joh. Ernst Gerhard unterrichtet, unter welchem letzteren er denn auch, bei dem Beschluß seiner akademischen Studien, im Jahr 1706 den 3. November eine selbst verfertigte Dissertation, über eine damals sehr bekannte Controvers, vertheidigte, welche unter dem Titel: Discussio jactitati salutaris fundamenti in Papatu adhuc integri, heraus kam, und von dem Herrn Präsidenten mit einer schönen Vorrede begleitet wurde. Uebrigens hat er sich in Gießen auch hauptsächlich im Disputiren geübt, und mit großem Nußen die Erbauungsstunden besucht, welche Herr D. May und Herr Professor Lange wöchentlich abwechselnd gehalten haben.
XI
S. 11.
Sein Vorhaben war, hierauf nach Straßburg zu gehen," und allda seine Studien noch weiter fortzusetzen; allein seine Unverwandten hielten es für besser, daß er nach Frankfurt komme, und sich als einen, wiewohl außerhalb geborenen Bürgerssohn, darstellte, und zeigte, was er auf niedern und hohen Schulen gelernt habe. Dieser Rath war der beste; er wurde befolgt, und von dem gütigen Gott mit reichem Segen gekrdnet. Denn gleich nach seiner Ankunft in Frankfurt bot ihm Herr Steiß, Bürger und Gastwirth zu Sachsenhausen, gegen Information seiner Kinder, freien Tisch und Wohnung an, welches er auch mit Dank und Freuden annahm. Ein Jahr hernach nahm ihn Herr Bartholomäus von Barkhausen, des Raths dahier, zum Informator seiner Herren Söhne in sein Haus. Ein hochverehrliches Ministerium gab ihm auch, auf sein gebührendes Ansuchen, die Erlaubniß, auf den zur hiesigen Stadt gehörigen Dorfschaften und hernach in der Stadt selbst, zu predigen, nachdem er vorher von dem sel. Herrn D. Arculario und zwei andern Herrn Ministerialen, über sein elaborirtes theologisches Specimen war eraminirt worden. Im Jahr 1707, im Monat April, wurde er unter die Zahl der Candidaten, welche im Armen- und Wais


