Borrede.
§. 5.
Nun komme ich auf dasjenige, was ich bei der gegenwär tigen Ausgabe dieses Handbuchs gethan und warum ich es gethan habe. Zuerst habe ich es auf das genaueste durchgesehen, von feinen alten Druckfehlern, so viel mdglich, gereiniget, unbekannte Worte mit bekannten verwechselt, und die manchmal zu gedrångte Schreibart meines Vaters etwas fließender und verständlicher zu machen gesuchet. Hernach habe ich demselben eine andre Einrichtung gegeben, um Alles, was darinnen enthalten war, in eine bessere und natürliche Ordnung zu bringen. Endlich habe ich auch da noch Zusäße hinzu gethan, wo sie mir ndthig zu seyn dünkten. Nunmehr bestehet dieses Handbuch also aus fünf Abschnitten, da es sonsten nur in vier Theile abgetheilt war. Der bequemere Gebrauch desselben hat diese Veränderung erfordert; denn da sonst Manches zerstreut war, das doch zusammen gehöret, so kann man es nunmehr am rechten Ort bei einander finden. Im ersten Abschnitt stehen Morgen-, Mittags- und Abendandachten. Dagegen wird wohl mit Grund nichts können eingewendet werden, da ein jeder Christ nicht nur des Morgens und Abends mit seinem Gott sich unterreden, sondern auch zwischen der Zeit sich durch's Gebet erquicken und stärken soll, ja, da von dem Daniel bekannt ist, daß er des Tages dreimal auf seine Kniee gefallen ist und zu ihm gebetet hat, und daß David selbst sagt: Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme hören, Pf. 55, V. 18. Hierauf folgen gleich die Festbetrachtungen, weil dieselben zu seiner Zeit, ebenso wie die täglichen Andachten, müssen angestellt werden. Diesen sind beigefüget andere Gebete um geistliche und leibliche Wohlthaten, um deren Ertheilung die Chris sten in gesunden Tagen ihren Gott anzurufen haben. Der andere Abschnitt liefert die Gebete für Betrübte und Traurige. Der dritte Abschnitt ist dem Gebrauch der Kranken gewidmet. Der vierte Abschnitt fasset Andachten und Erweckungen für


