Druckschrift 
Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
Einzelbild herunterladen

Auferstehung, Gericht und ewiges Leben.

jern sey noch die Ewigkeit, fern des Gerichtes Strafe.

7. Sie kömmt, ihr mögt, was Gott euch droht, bezweifeln oder glauben; und leicht kann euch ein schneller Tod die Zeit zur Beßrung rauben. Jetzt noch will Gott Er­barmer seyn, will eure Sünden noch verzeihn. O suchet seine Gnade! Joh. Christi. Grot, geb. 1733,+ 1800.

361

rückt der Spötter glaubet und er­schrickt:

5. Dann ist nicht mehr zur Buße Zeit; wo werdet ihr Barmherzig­feit und Gnad und Nettung fin­den, die ihr der Bosheit Maß noch häuft? Fühlt, eh euch dieser Tag ergreift, die Lasten eurer Sünden, daß ihr nicht selbst euch einst ver­flucht und in Verzweiflung Lind­rung sucht.

6. Mein Herz erschrickt; es bebt in mir mein Junerstes, o Gott,

vor dir, ich bin ein Missethäter! Begnadige, wenn dein Gericht auch mir mein ewig Urtheil spricht, mich, Herr, den Uebertreter! Du, der die Sünder nicht verstößt, du, Jesu, hast auch mich erlöst!

7. Tag Gottes, Tag der Ewig­keit, du predigst uns den Werth der Zeit laut mit des Donners Stim­me! Neizt, Menschen, nicht durch eure Schuld den Gott der Lang­muth und Geduld, daß er nicht schnell ergrimme; denn schrecklich wird der Sünder Pein und groß der Frommen Wonne seyn! Gottfr. Bened. Funk, geb. 1734, 1814.

Mel. D Ewigkeit, du 2c.

650. Der unsre Menschheit an sich nahm, als er uns zu versöh­nen kam, kommt einst zu richten wieder; nicht fern ist seiner Zu­tunft Zeit, in aller seiner Herrlich keit steigt Jesus dann hernieder; vernimms, o Welt, und beßre dich! Der Tag des Schreckens nahet sich!

2. Warum verzeucht er? fragt der Spott. Wo bleibt der Sünden Nächer, Gott? Hört, Sünder, hörts mit Beben: euch, die ihr frech ihm widerstrebt und in der Bosheit ficher lebt, zur Beßrung Frist zu geben! Doch bald ist euer Maß er­füllt; bald kommt der Nichter und vergilt!

her weit der Abgrund jener Ewigkeit mit allen seinen Schrecken; dann wird euch, wann der Richter droht, nicht Berg und Meer, nicht Grab und Tod vor seinem Zorne decken; denn nun nicht mehr erbarmt er sich, und sein Gericht ist fürchterlich.

4. Wann furchtbar seiner Don­ner Schall und tönender Posaunen Hall der Erde Grund erschüttern, und plößlich nun der Bau der Welt wankt, frachend stürzt, in Trüm­mern fällt, wann selbst die Himmel zittern, und vor den Richter hinge­

Mel. Straf mich nicht ze.

651. Herr, ich bin dein Eigen­thum, dein ist auch mein Leben; mir zum Heil und dir zum Nuhm hast du mirs gegeben. Väterlich führst du mich auf des Lebens We­gen meinem Ziel entgegen.

2. Einst kommst du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden, und ich soll zur Rechenschaft dann ge­rufen werden. Dein Gericht scho­net nicht, Richter aller Welten; du, du willst vergelten.

3. Weh dann mir in Ewigkeit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte,