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4. Himmelan! denk ich allzeit, wann er mir die Tafel decket, und mein Geist hier allbereit eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Jammerthal folgt des Lammes Hochzeitmahl.
Auferstehung, Gericht und ewiges Leben.
5. Himmelan! mein Glaube zeigt mir das schöne Loos von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein.
6. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimath führen, da ich über alle Noth ewig werde triumphiren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann.
7. Himmelan, ach himmelan! das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin.
Benjamin Schmolc, geb. 1672, † 1737.
so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seiten steht.
4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tod erweckt.
5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauterkronen in deiner Hand auf mich. 6. meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! ich will mich dir ergeben in meiner letzten Noth. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft.
7. Du wirst den Delberg zeigen, wo man gen Himmel fährt; da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems FriedensHäuser; da heißts: Halleluja! ba trägt man Siegesreiser; ach, wär ich nur schon da!
Mel. Valet will ich dir 2c.
645. Ich geh zu deinem Grabe, du großer Osterfürst, weil ich die Hoffnung habe, daß du mir zeigen wirst, wie man kann fröhlich sterben und fröhlich auferstehn, auch mit den Himmelserben ins Land des Lebens gehn.
Mel. Unser Herrscher, unser 2c.
2. Du fiegeft in der Erde und 646. Jerufalem, du schöne,
hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen, was zu dem Staube fehrt, weil dir doch allerwegen die Erde zugehört.
3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu,
Benjamin Schmold, geb. 1672, † 1737.
da man Gott beständig ehrt und das himmlische Getöne: Heilig, Heilig, Heilig! hört; ach, wann komm ich doch einmal hin zu deiner Bürger Zahl?
2. Ach), wie wünsch ich, dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, dort auf deinen Salemsauen, wo man nicht mehr klagt


