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Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
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Auferstehung, Gericht und ewiges Leben.

aufgeschlossen, die Hochzeit ist be­reit; auf, auf, ihr Reichsgenossen! der Bräutgam ist nicht weit.

4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen; der schön­ste Frühlingsschein verheißt Er­quickungszeiten; die Abendröthe zeigt den schönen Tag von weiten, davor das Dunkle weicht.

5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Geberden und seyd nicht mehr be­trübt; es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone mun vertraut.

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wahrer Buß bereit, zu leben in der Ewigkeit.

2. Besitzest du die ganze Welt mit höchster Ehr und allem Geld, erfreut es dich ein kleine Zeit und dienet nicht zur Ewigkeit.

3. Erschallt in deinen Ohren nicht: ihr Todten, kommet vor Ge­richt? Ist doch der jüngste Tag nicht weit, dem folgen wird die Ewigkeit.

4. Wenn du begehrest Gottes Huld, so meid der Sünden schwere Schuld, die wider deine Seele streit: so bist du frei in Ewigkeit.

5. Unzählig ist der Sternen Heer, die Tropfen und der Sand am Meer; doch haben sie Maß, Ziel und Zeit und gleichen nicht der Ewigkeit.

6. Besinn und denke fort und fort, was ewig! für ein Donner­wort. Ach, keiner Zeiten Zeit befreit dich von der ewgen Ewigkeit.

6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seyd, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden son­der Leid mit leben und regieren, und vor des Lammes Throu mit Jauchzen triumphiren in eurer Siegeskron.

7. Hier sind die Siegespalmen; hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Waizenhalmen im Frieden nach dem Streit und nach den Winter­tagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein.

8. Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf; geh auf, erwünschte Sonne, und fördre dei­nen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit.

Laur. Laurentii, geb. 1660, 1722.

Mel. D Jesu Christ, meins 2c.

643. D Sündenmensch, be denk den Tod, der letzten Stunde Angst und Noth; mach dich mit

Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c.

644. Himmelan geht unfre Bahn; wir sind Gäste nur auf Erden, bis wir dort nach Kanaan durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgrimsstand, dro­ben unser Vaterland.

2. Himmelan schwing dich, mein Geist! denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erle= sen. Ein von Gott erleuchter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin.

3. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Nuh, wo ich

einmal hingehöre. Wenn mich die­ses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt.