Auferstehung, Gericht und ewiges Leben.
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dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne.
Simon Dach, geb. 1605, † 1659.
Eigne Melodie.
638.
Ewigkeit, du Donnerwort! O Schwert, das durch die Seele bohrt! O Anfang sonder Ende! Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende; mein
ganz erschrocknes Herz erbebt, daß mir die Zung am Gaumen klebt.
2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt, und ganz wird aufgehoben. Die Ewigkeit hat nur kein Ziel; sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben. Ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer stirbet nicht.
3. Ewigkeit, du machst mir bang! O ewig, ewig ist zu lang! hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusammt der großen Pein betracht, erschreck ich recht vonHerzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit.
4. Ach Gott, wie bist du so gerecht; wie strafest du den bösen Knecht so hart im Pfuht der Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du die lange Pein bestellt. Ach, nimm es wohl zu Herzen! Betracht es oft, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind.
5. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf; ermuntre dich, verlornes Schaf, und beßre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit; es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Viel
leicht ist heut der letzte Tag. Wer weiß doch, wann er sterben mag? 6. Ewigkeit, du Donnerwort! O Schwert, das durch die Seele bohrt! D Anfang sonder Ende! Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wann es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt.
Job Rist, geb. 1607, † 1667. Eigue Melodie.
639. Alle Menschen müſsen
sterben, alles Fleisch vergeht wie Heu; was da lebet muß verderben, soll es anders werden neu; dieser Leib der muß verwesen, wenn er anders soll genesen der so großen Herrlichkeit, die den Frommen ist bereit.
2. Drum so will ich dieses Leben, wann es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt; denn in meines Jeju Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnoth ist des Herren Jesu Tod.
3. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn; er hat mir das Heil erworben: drum fahr ich mit Freud dahin, hier aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimmel, da ich werde allezeit schauen die Dreieinigkeit.
4. Da wird seyn das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, stehen da vor seinem Thron, da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist.
5.Da die Patriarchen wohnen,


