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Vom
ich auch dich verchre, Gott nur dich, ob ich auch deinem Rufe tren, ob ich dir ganz ergeben sei.
14. Daß ich zu dir um Gnade fleh, und jeder Sünde widersteh, und gläubig in des Todes Nacht einst rufen könn: es ist vollbracht.
Chr. F. Gellert, geb. 1715,+ 1769.
Mel. Wer nur den lieben Gott zc.
627* Nach einer Prüfung kurzer Tage erwartet uns die Ewigfeit, dort, dort verwandelt sich die Klage in göttliche Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis.
2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen sel'gen Augenblick, doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Stub nimmt in der Seele ab und zu.
3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusche dieser Welt, bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt als fällt, bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld.
4. Hier, wo die Tugend öfter leidet, das Laster öfter glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet, und des Bekümmerten vergist, hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit fein.
5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden, dort werd ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth. Den Golt der Liebe werd ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn.
6. Da wird der Vorsicht heilger
Tode.
Wille mein Will und meine Wohl fahrt sein, und lieblich Wesen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreun, dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin.
7. Da werd ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah, daß wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah, da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung in Zusammenhang.
8. Da werd ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart, ein Heilig, Heilig, Hei lig singen dem Lamme, das erwürget ward, und Cherubim und Se raphim, und alle Engel jauchzen ihm.
9. Da werd ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig sehn, das nie gestörte Glück erfahren, mit Frommen stets fromm umzugehu; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück.
10. Da werd ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu millionenmalen noch segnen, daß er mir ihn wies, da find ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Ers den fand.
11. Da ruft möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Selger zu: ,, Heil sey dir! denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du!" D Gott, wie muß dies Glück erfreun, der Netter einer Seele sein!
12. Was seid ihr Leiden dieser Erben doch gegen jene Herrlichkeit, die offenbar an uns soll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie


