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Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
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zuziehen. Zeuch hin! Gott hat es so versehen, was dieser will, das muß geschehen; zeuch hin, mein Kind!

Vom Tode.

3. Zeug hin, mein Kind! im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Nuh, da wird kein Schmerz erfragt. Hier müssen wir in Aengsten schweben; dort kannst du ewig fröhlich leben; zeuch hin, mein Kind!

4. Zeuch hin, mein Kind! wir folgen alle nach, sobald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude; zeuch hin, mein Kind!

5. Zeug hin, mein Kind! die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du fichest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die Krone weist. Nun wohl, dein Seelchen ist entbunden, du hast im Herren überwunden: zeuch hin, Gottfr. Hoffmann, geb. 1658,+ 1712.

mein Kind!

Ende, bedenke deinen Tod, der Tod kommt oft behende, der heute frisch und roth kann morgen und ge= schwinder hinweg gestorben sein, drum bilde dir, o Sünder, ein täg­lich Sterben ein.

der Höllen Angst und Leid; daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freu­en, dort aber ewiglich ein kläglich Schmerzensschreien. Ach Sünder, hüte dich!

4. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke stets die Zeit, daß dich ja nichts abwende von jener Herrlich­keit, damit vor Gottes Throne die Seele wird verpflegt, dort ist die Lebenskrone den Frommen beige­legt.

5. Herr, lehre mich bedenken der Zeiten letzte Zeit, daß sich nach dir zu lenken, mein Herze sei bereit. Laß mich den Tod betrachten, und deinen Nichterstuhl, laß mich auch nicht verachten der Hölle Feuer­pfuhl.

6. Hilf Gott, daß ich in Zeiten auf meinen letzten Tag mit Buße mich bereiten und täglich sterben mag. Im Tod und vor Gerichte steh mir, o Jesu, bei, daß ich im Himmelslichte zu wohnen würdig sei.

Mel. Ach Herr, mich armen 2c.

Mel. Herzlich thut mich verlangen 2c.

623* Bedente, Mensch, das 624. O Mensch, gedenk ans

Ende! willst du nichts Ulebels thun, der Tod bringt oft behende das al­lerletzte Nun. An einem Augen­blicke hängt ewig Wehl und Weh, drum denke wohl zurücke, wohin dein Ende geh.

2. O Mensch, gedenk ans Ende! wer weiß ob nicht noch heut der Tod sich zu dir wende, drum mache dich bereit, wenn du sollst Nechnung ge= ben von dem was du gethan, damit dein eigen Leben dich nicht verkla­gen kann.

3. Mensch, gedenk ans Ende!

2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht; es müssen alle Stände vor Jesu Angesicht. Kein Mensch ist ausgenommen, hier muß ein jeder dran, und wird den Lohn bekommen nach dem, was er gethan.

3. Bedenke, Mensch, das Ende,

B. Schmold, geb. 1672,+ 1737.