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Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
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Gebetlieder.

nicht zum Schaden der Sünden­schuld, damit mein Herz beladen. Es reuet mich, was ich von Jugend an, auch unerkannt, hab wider dich gethan.

3. Gedenfe mein um meines Je­su willen! Laß ihn an mir sein Denkwort auch erfüllen und gültig seyn bei dir: es ist vollbracht. Sein Blut und Tod hat alles wohl ge­macht.

4. Gedenke mein; wie könntst du mein vergessen? Es war ja schon dein Lieben unermessen zu meinem Heil, da ich noch nichts be­dacht; nun hat dein Sohn mich ganz zu dir gebracht.

5. Gedenke mein, wenn ich mein Herz ausschütte, um etwas Guts im Namen Jesu bitte. Dein Heil­ger Geist steh meiner Schwachheit bei, daß jeder Wunsch in Jesu Amen sey.

6. Gedenke mein, daß ich stets christlich lebe, mit allem Ernst den Sünden widerstrebe. Ach, wirk in mir das Wollen und die That; mein Lebenlang sey du mein treuer Nath.

7. Gedenke mein und lasse mir genügen an deiner Huld, wenn ich muß unterliegen, wenn mich ein Kreuz und auch die Schwermuth drückt; denkst du an mich, so wird mein Herz erquickt.

8. Gedenke mein in frank- und schwachen Tagen; sey du mein Arzt, so darf ich nicht verzagen. Ist es mir gut, hilfst du mir wieder auf; fommt meine Zeit, schließ ich getrost den Lauf.

9. Gedenke mein, laß mich mein End bedenken und mich zuvor in Jesu Wunden senken. Verlaß mich nicht im letzten Kampf und Streit; Cesterr. Geigbth.

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nimm mich zu dir im himmlischen Geleit.

10. Gedenke mein und denke auch der Meinen nach meinem Tod, laß Allen Hülf erscheinen, die mich geliebt und dir sind lieb und werth, daß uns zugleich der Himmel sey beschert.

11. Gedenke mein auch in dem stillen Grabe, daß Seel und Leib vereinte Freude habe. Vergiß mein nicht, ich denke ewig dein mit Ruhm und Dank; mein Gott, gedenke mein! Joh. Matth. Englert, geb. 1661, 1733.

Mel. Mein Herzens Jesu 2c.

29. Ach Gott des Himmels, lasse mir und Allen auf der Erden den uns so väterlich von dir be­schiednen Theil stets werden; gib Jedem immerdar nach Noth sein zugedachtes täglich Brod und ein genügsam Herze!

2. Gib Mäßigkeit und Dank­barkeit, wenn du uns viel beschie den; und wenn uns weniger bereit, so mach uns doch zufrieden. Leg dir traut, erstattest du durch Segen uns nur deinen Segen zu; wo man alle Mängel.

frißt; laß ein abgöttisch Geizen, 3. Gib, daß uns keine Sorge das alles Nebels Wurzel ist, uns nicht zu Lüsten reizen; laß mich die Lügen nicht zum Schild, das Gold mir nicht zum Götzenbild, den Bauch zum Gott nicht machen.

4. Laß mich nicht Ehre, Lust und Geld mir selbst zum Strick ver­langen; gebrauch ich etwa dieser Welt, laß mich daran nicht hangen. Die Zeit ist kurz, uns ruft das Grab; laß mich das haben, was ich hab, als wenn ich es nicht hätte. 2