Lob- und Danflieder.
tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
3. Denk ich nur der Sünden straßen, drauf ich häufte Schuld mit Schuld, so möcht ich vor Scham erblassen vor der Langmuth und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen hast getragen mit Erbarmen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Danf dafür!
4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich ge führt die Lebenszeit, weiß ich fein Ziel zu finden, noch den Grund hie zu ergründen. Tausend, tansendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgeföhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
6. Ja, Herr, lauter Gnad und Wahrheit sind vor deinem Angesicht; du, du trittst hervor in Klarheit, in Gerechtigkeit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Berlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend, tauſendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
8. Wie ein Vater nimmt und gibet, nachdems Kindern nüßlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr; mein Gott, zu jeder Frist,
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und dich meiner angenommen, wenns auch gleich aufs höchste kommen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
9. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Thälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles zu zerrinnen, ward ich deiner Hülf doch innen. Tausend, tauſendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
10. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöthen, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
11. Vater, du hast mir erzeiget Lauter Gnad und Gütigkeit; und du hast zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit; und durch dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!
12. Tausendmal sey dir gefungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen; ach, laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für, ewig, cwig danfen dir!
Ludwig Andr. Gotter, geb. 1661, † 1735.
Eigne Melodie.
13. Love den Herren, o meine Seele! Ich will ihn loben bis in Tod; weil ich noch Stunden auf Erden zähle, will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel ge=


