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Evangelisches Gesangbuch für die Gemeinden der evangelischen Kirche Aug. Conf. in Oberösterreich und Obersteiermark
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Lob- und Danklieder.

Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir. Ihr schwanken Gräs­lein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet seyn, und stimmet lieblich mit mir ein.

5. Ach, alles, alles, was ein Le­ben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehülfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn.

6. Dir sey, o allerliebster Bater, unendlich Lob für jede Gab; Lob sey dir, mildester Berather, für al les, was ich bin und hab, für alles Gute in der Welt, daß du zu mei­nem Heil bestellt.

7. Mein treuster Jesu, sey ge­priesen, daß dein erbarmungsvol les Herz sich mir so hülfreich hat erwiesen, und mich durch Blut und Todesschmerz von Satans Macht und Grausamkeit zu deinem Ei­genthum befreit.

8. Auch dir sey ewig Ruhm und Ehre, o heilig werther Gottes Geist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir ge­ſchicht, das wirket nur dein gött­lich Licht.

9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf mei­nen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld.

10. Vor Andern füß ich deine Ruthe, die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu Gute, und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinenliessten sei.

11. Jch hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage getreu durch alles hast geführt. Denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr.

ler Freuden in deinem steten Lobe 12. Wie sollt ich nun nicht vol­stehn? Wie wollt ich auch im tief­sten Leiden nicht triumphirend ein­her gehn? Und fiele auch der Him­mel ein, so will ich doch nicht trau­rig seyn.

13. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zungeregt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wann der Mund wird kraftlos seyn, so stimm ich doch mit Seuf­zen ein.

14. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wann ich bei deinen höhern Chor viel tausend Halle­Engeln bin; da sing ich dir im luja vor.

Job. Menger. geb. 1658, 1731.

Mel. Jeju, meines Lebens 2c.

12. Womit soll ich dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! Denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür!

2. Herr, entzünde mein Ge­müthe, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Tren und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend,