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Étude sur le chant de Vépres
Entstehung
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VII

Prosodie ist die Seele jeder Sprache. Der Ton- Accent der lateinischen Sprache erheischt dass z. B. die Endsylbe jedes Wortes kurz sei- dass dann in zweisylbigen Wörtern im­mer die erste Sylbe überrage. In mehrsylbigen Wörtern ist, in dieser Vesper, wie in guter Brevier- Ausgabe, die hervor­zuhebende Sylbe mit dem Ton- Zeichen, bezeichnet. Der Ton- Accent im Psalmen- Gesang wird nur in der Mediant und Final dem melodischen Gesetze das Vorrecht lassen.

Man lese hierüber die Instituta Patrum de modo psallendi.

Zu einem guten Gesange wird auch das richtige Athem­holen erfordert. Durch den Athem, die Luftströmung, wird der Ton erzeugt und nur der hat diese Kunst in seiner Gewalt, dessen Gesang durch das Athemholen keine merkbare Un­terbrechung erleidet. Nur im Allgemeinen können wir hier bemerken, dass durch das Athemholen nie der Stimmenfluss, die Gesangsphrase zerrissen, oder, durch unzeitiges Absetzen, der Sinn der Worte gestört werden darf. Man singe nicht: V. Deus, in adjutorium meum intende. R. Domine, ad adjuvandum-me festina.

Sondern:

V. Deus,- in adjutorium meum intende. R. Domine, ad adjuvandum me festina,

u. S. W.

Im 2ten, 4ten, 5ten und Sten Ton soll die Mediant bei einsyl­bigen und unabænderlichen Wörtern hinaufsteigen, z. B. in der Mitte des Verses die Wörter Sion, Israel, vos, est etc.

Dem Organisten ist es heilige Pflicht, den Faden der Be­geisterung beim Officiator und den Sängern nicht durch zu

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