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L. Vom Begriffe und Dasein des Fegfeuers.
herauskommen, bis du den letzten Heller bezahlt hast." Nun verstehen unter diesem Kerker die Schriftausleger und Kirchenlehrer( Origenes, Hieronymus, Ambrostus, Hilarius) allgemein das Fegfeuer, indem offenbar von der andern Welt die Rede ist, und die Hölle nicht darunter begriffen sein kann, aus welcher kein Herauskommen gedenkbar ist, was doch hier als möglich vorausgesetzt wird. Ferner sagt der göttliche Heiland( Matth. 12. 32.): Und wer ein Wort wider des Menschen Sohn redet, dem wird vergeben werden, wer aber wider den heiligen Geist redet, dem wird weder in dieser, noch in der zukünftigen Welt vergeben werden." Hieraus folgert der heilige Augustinus( de civ. Dei I. XXI. c. 24.) mit andern heiligen Kirchenlehrern ( Gregorius, Bernardus, Beda.) auch das Fegfeuer, indem es, diesem göttlichen Ausspruche gemäß, nothwendig Sünden geben müsse, die in der andern Welt vergeben werden können. Endlich schreibt der heilige Paulus( 1. Kor. 3. 12-15.): Wenn aber Jemand auf diesen Grund( der Christus Jesus ist) bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stoppeln*):
*) Unter Gold, Silber, Edelstein en werden hier von den heiligen Vätern die guten Werke, unter Holz, Heu, Stoppeln hingegen die leichten Sünden verstanden. Deßwegen schreibt der heilige Augustinus in seiner Erflärung des 37. Psalms: Noch züchtige mich in deinem Zorne, auf daß du mich in diesem Leben reini


