14 1. Vom Begriffe und Dasein des Fegfeuers.
so wird eines Jeden Werk offenbar werden; denn der Tag des Herrn wird es an's Licht bringen, weil es im Feuer wird offenbar werden; und wie das Werk eines Jeden sei, wird das Feuer erproben. Wenn Jemandes Werk, welches er darauf gebaut hat, besteht, so wird er Lohn empfangen. Brennt aber Jemandes Werk, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird selig werden, jedoch so wie durch Feuer." Ueber diese Stelle sagt Allioli in seinen Anmerkungen: ,, Das Feuer, wovon der Apostel hier spricht, kann einzig und allein nur sein das Feuer nach dem Tode im Reinigungsorte, Fegfeuer genannt, welches noch in der Zeit zur Läuterung der nicht ganz reinen, abgeschiedenen Seelen brennt, bis es mit dem allgemeinen Gerichte und dem allgemeinen Weltbrande ( II. Petr. 3, 10-13.) endigt. In Uebereinstimmung hiemit erklären olle heiligen Väter diese Stelle, und wir haben sogar eine unfehlbare Erklärung derselben im gegebenen Sinne von dem Kirchenrathe zu Florenz( letzte Sizung.)
gest und so umwandelst, daß ich das Reinigungsfeuer nicht mehr nöthig habe, wegen denen, die selig werden, aber es werden gleichsam durch das Feuer. Warum dieß, als weil sie hier über den Grund Holz, Stroh, und Stoppeln bauen? Würden sie Gold, Silber, Edelsteine bauen, so würden sie vor beiden Feuern gesichert sein, nicht nur vor jenem ewigen, das für immer die Gottlosen peinigen wird, sondern auch vor dem, welches jene reiniget, die durch das Feuer selig werden."


