Druckschrift 
Trost der Armen Seelen : Belehrungen und Beispiele über den Zustand der Seelen im Fegfeuer ; sammt einem vollständigen Gebetbuche zum Troste derselben / hrsg. von Joseph Ackermann
Entstehung
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1. Vom Begriffe und Dasein des Fegfeuers. 11 eine sehr große Gnade denen vorbehalten sei, welche in Frömmigkeit entschlafen sind. Es ist also ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstorbenen zu beten, daß sie von ihren Sün­den erlöst werden." Es folgert also hier die hl. Schrift selbst aus dem Benehmen dieses Heer­führers das Dasein des Fegfeuers, oder einen Zustand der Abgestorbenen in der andern Welt, auf den unsere Gebete und Opfer eine heilsame Einwirkung haben, und aus welchem sie von ihren Sünden erlöst werden können. Gewiß hätte bei diesem Volke in so schwerer Kriegszeit weder eine so starke Sammlung gemacht, noch eine wichtige Religionsneuerung dieser Art plöß­lich eingeführtwerden können, wenn nicht schon vorher dieser Glaube tief im Herzen dieses Vol­kes gelegen wäre. Es sagt daher hier Allioli: Diese ganze Stelle liefert einen klaren Beweis für die katholische Lehre von dem Dasein eines Reinigungsortes für die im Stande der Gnade, mit noch nicht vollkommen abgebüßten Sünden Verschiedenen, und von der Wirksamkeit des Gebetes und der guten Werken zu ihrer Erlö­sung." Ferner erhellt dieses aus Jesus, Sirachs Sohn( 7, 37.), wo es heißt: ,, Wohlthätigkeit ist allen Lebenden angenehm, aber versage ste auch einem Todten nicht", nämlich durch Bezei gung der letzten Ehre und Darbringung der Todtenopfer, wie Allioli hier hinzufügt. End­