I. Vom Begriffe und Dasein des Fegfeners.
feuer abgetragen werden muß, bevor der Zugang zum Himmel offen sein kann. Hierüber liefert uns die heilige Schrift Beweise an Moses und David, für welche eine harte zeitliche Strafe nicht ausblieb, obschon diese großen Diener Gottes durch ihre Buße über ihre begangenen Sünden mit Gott wieder ausgesöhnt waren. Auch hat sich die Kirche darüber deutlich erklärt.
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Das Dasein des Fegfeuers wird aus dem alten Testamente bewiesen.
Schon im alten Bunde wurde an einen Reinigungsort geglaubt, was deutlich jene Stelle im zweiten Buche der Machabäer( 12, 39-45) zu erkennen gibt, wo erzählt wird, daß man nach einem Treffen bei den Gefallenen Opfer geschenke der Gößen gefunden habe, welche zu nehmen den Juden eine Sünde war. Um dieses Vergehen zu fühnen, veranstaltete der Anführer Judas eine Sammlung und sandte 12,000 Drachmen Silber nach Jerusalem, um für die Gefallenen ein Sühnopfer darzubringen, indem er gut und fromm in Betreff der Auferstehung gesinnt war. Denn", fügt hier die heilige Schrift bei, wenn er nicht gehofft hätte, daß die, welche gefallen, auferstehen würden, so schiene es ja überflüssig und eitel, für die Verstorbenen zu beten. Vielmehr dachte er, daß


