Druckschrift 
Trost der Armen Seelen : Belehrungen und Beispiele über den Zustand der Seelen im Fegfeuer ; sammt einem vollständigen Gebetbuche zum Troste derselben / hrsg. von Joseph Ackermann
Entstehung
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I. Vom Begriffe und Dasein des Fegfeners.

feuer abgetragen werden muß, bevor der Zu­gang zum Himmel offen sein kann. Hierüber liefert uns die heilige Schrift Beweise an Moses und David, für welche eine harte zeitliche Strafe nicht ausblieb, obschon diese großen Diener Gottes durch ihre Buße über ihre be­gangenen Sünden mit Gott wieder ausgesöhnt waren. Auch hat sich die Kirche darüber deut­lich erklärt.

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Das Dasein des Fegfeuers wird aus dem alten Testamente bewiesen.

Schon im alten Bunde wurde an einen Rei­nigungsort geglaubt, was deutlich jene Stelle im zweiten Buche der Machabäer( 12, 39-45) zu erkennen gibt, wo erzählt wird, daß man nach einem Treffen bei den Gefallenen Opfer geschenke der Gößen gefunden habe, welche zu nehmen den Juden eine Sünde war. Um dieses Vergehen zu fühnen, veranstaltete der Anführer Judas eine Sammlung und sandte 12,000 Drachmen Silber nach Jerusalem, um für die Gefallenen ein Sühnopfer darzubrin­gen, indem er gut und fromm in Betreff der Auferstehung gesinnt war. Denn", fügt hier die heilige Schrift bei, wenn er nicht gehofft hätte, daß die, welche gefallen, auferstehen wür­den, so schiene es ja überflüssig und eitel, für die Verstorbenen zu beten. Vielmehr dachte er, daß