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Neues Gesangbuch zum Gebrauch der evangelisch lutherischen Gemeinden in der Grafschaft Hanau
Entstehung
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Von Gott und seinen Eigenschaften.

Angesicht mein Herz sich deiner dann freuen, und einen Strahl von deinem Licht die Finsterniß zer­streuen, die mich noch hier umgiebet.

6. Unendlich ist, Herr, deine macht, zu retten, die dich lie­ben, und wenn der Frevler 2. Du bist der Herr und dich verlacht, auch Rach an teiner mehr; nichts sind der ihm zu üben; gib, daß mich Heiden Götter; nur dir ge deiner Allmacht Schutz stets bühret Preis und Ehr; kein als ein Schild bedecke, mich Helfer noch Erretter ist außer auch nicht Menschen Grimm dir: laß mich allein auf dich, und Truß, nur deine Strafe o Herr, vertrauen, mein ganz schrecke; bu tödtest Leib und zes Leben dir nur weihn, mein Glück blos auf dich bauen, und dich niemals verleugnen.

Seele.

rechtschaffen handeln, wann Finsterniß mich decket:

7. Voll höchster Weisheit

3. Du bist der höchste voll- bist du, Gott! kein Mensch kommne Geist, der Vater aller kann sie ergründen; umringt Geister; dich preiset, was ver- uns allenthalben Noth, du, nünftig heißt, als seinen Herrn Herr, weißt Rath zu finden: und Meister; laß meiner Seele gib, daß ich im Vertrauen hohen Werth mich reine Tu- ruh, du werdest für mich sor­gend lehren, und so wie es gen, auch Uebel's weder denk dein Wort begehrt, dich un- noch thu; denn dir ist nichts geheuchelt ehren, im Geist und verborgen, du prüfest Herz in der Wahrheit.

und Nieren.

8. Gott, du bist heilig und gerecht, fannst feine Sünden dulden; wer sagen will, er sei dein Knecht, der meide Sün­denschulden: gib, daß ich mich

4. Du bist, o Gott, von Ewigkeit, und wirst allzeit be stehen; es bleibet deine Herr­lichkeit, wenn Himmel selbst vergehen: laß von der Erde eitlem Tand mein Herz sich der Heiligkeit mit rechtem stets erheben zu meinem wah­ren Vaterland, und nur nach dem mich streben, was ewig mich erfreuet.

Ernst befleiße, nachjage der Gerechtigkeit, und deine Wege preise, so wunderbar sie schei­

nen.

5. Gott, was sein wird, 9. Du bist sehr gnädig, fromm ist und war, und was wir und gut, vergibst die Schuld thun und dichten, das ist dir dem Sünder; erbarmst dich, wie alles offenbar; bu wirst einst ein Vater thut, von Herzen alles richten; laß mich dein deiner Kinder: laß reichen Trost helles Auge scheun, aufrichtig von deiner Gnad auf meine vor dir wandeln, und, beines Seele kommen; von mir set Beifalls mich zu freun, auch meine Missethat so fern hin­