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Neues Gesangbuch zum Gebrauch der evangelisch lutherischen Gemeinden in der Grafschaft Hanau
Entstehung
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Erste Abtheilung.

fieder über die christlichen Glaubenslehren.

1. Von Gott und seinen Eigenschaften, Mel.: Herzliebster Jesu.

6. Was hülfs, daß ich mich Was 1. Müßt ich nicht: Gott gut zu werden übe? ist! Gott hat mich könnt ich hoffen? Wer ver­erschaffen, was hätt ich wider diente Liebe? Verzweiflung Furcht und Gram für Waffen? Wäre dann statt Trost dem Gleich steuerlosen Schiffen in Herzen in seinen Schmerzen. den Seen würd ich vergehen.

7. Flieht, tödtende Gedanken, ihr beflecket von ferne schon die Seele, die ihr schrecket; flieht: denn ich kenne meines Lebens Quelle, entweicht zur Hölle!

8. Ich weiß, daß Gott ist, weiß, an wen ich glaube: weß 3. Wär ich nicht elend? Hauch die Seel ist; wer den Wär ich nicht verloren? Ach, Leib von Staube so künstlich besser wärs, ich wäre nie ge- baut, mich trägt, mich unter­boren, als nicht in grauen- stüzet, und täglich schüßet. vollen Finsternissen von Gott zu wissen..

9. Ich weiß, auf welchen Grund ich mein Glück baue, 4. Die Menschen hätten wen ich verehre, wem ich mich Sinne, hätten Seelen, mit vertraue. Ihm zu Gefallen tausend bangen Zweifeln sich will ich mich nun üben, und zu quälen, umsonst erst ein stets ihn lieben. unendlich Gut zu suchen, sich dann zu fluchen.

2. Dann würd ich unter mir das Thier beneiden, und mir versiegte jeder Quell voll Freu­den; und jedes Eden würde mir auf Erden zur Wüste werden.

Mel.: Christ unser Herr.

2.

5. Wir flögen gleich dem Staub auf, sänken wieder, wie Gott, mache du mich leicht verwehter Staub, zur selbst bereit, vor dei­Erbe nieder. Schön wär das nen Thron zu treten, und deine Laster, wenn ich Gott nicht große Herrlichkeit voll Ehrfurcht finde, die Tugend Sünde. anzubeten; laß, Herr, vor deinem

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Luth. Dess.