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Erster Theil. Bom Wesen Gettes
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gemacht, und meiner, eh ich war, schon väterlich gedacht: 67. Du kanntest mein Gebein, eh ich ans Licht gekommen, da ich im Dunkeln erst die Bildung angenommen. Dein Auge sah mich schon, eh ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon offenbar.
2. Selbst die Gedanken sind dir kund, die unsre Seele heget, eh sie noch der verschloßne Mund durch Worte dargeleget. Dir sind die Herzen offenbar; du kannst ihr Dichten ſpüren. Den Rath der Seele siehst du flar, du prüfest Herz und Nieren, und nichts bleibt dir ver30 da
8. Was für Erkenntnisse! borgen. für köstliche Gedanken! unzähl- 3. Was deiner Freunde Herz bar sind sie mir, denn sie sind begehrt, das weißt du, eh sie ohne Schranken. Mit Chr- beten. Ihr Seufzen wird von furcht will ich stets auf dich, dir gehört, eh sie noch vor dich mein Schöpfer, sehn, dir fol. treten. Was deiner Feinde gen, und dein Lob, so gut ich Herz beschließt, ist auch dir kann, erhöhn. 117, 10 unverborgen; dir, der du ihren Anschlag siehst, so heiter als den Morgen, den Wolken nicht verdunkeln.
9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ichs meine; ob ich rechtschaffen bin, wie ichs
von außen scheine. Sieh, ob 4. Was nach Verfließung mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhöht. Mel. von 9r. 17.
vieler Zeit noch künstig wird geschehen, sichst du schon in Allwissenheit als gegenwärtig stehen. Du machst es deinen Knechten kund, es weiter auszubreiten, und läss'st durch ihren schwachen Mund die größten Heimlichkeiten der ganzen Welt entdecken.
24. Allwissender, vollkomner Geist! des Auge alles siehet, was Nacht und Abgrund in sich schleußt und unserm Blick entfliehet. 68 fann vor deinem hellen Licht sich kein Geschöpf verstecken. Auch Finsterniß verbirgt es nicht; du weißt fie aufzudecken und Tag daraus zu machen.
5. Bleibt gleich vor Menschen manches noch in dieser Welt verschwiegen, so wird vor ihrem Auge doch einst alles offen liegen. Herr, dein Gericht,


