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Erster Theil. Vom Worte Gottes.
der Sünde Macht durch deine mich führet, und mir, deinem Lehre, Herr, entriffen; ihr Licht Knecht, gebühret.
zerstreut des zweifels Nacht. Du zeigest mir des Höchsten Rath, und führst mich auf der Wahrheit Pfad.
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3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen, laß mein Herz auch folgsam ſein, den erkannten Weg zu gehen. 6. Ich weiß, wozu mich Denn sonst würd ich bei dem Gott erschaffen; ich kenne meine Wissen doppelt Streiche leiden ganze Pflicht. Mein Geist wird müssen. nicht im Tod entschlafen; wer 4. Gib, daß ich den Unteran dich glaubt, wird im Gericht richt deines Wortes tren bedurch dich, o Heiland, wohl wahre; daß ich, was es mir bestehn, und dann verklärt dich verspricht, reichlich an mir selbst selber sehn. erfahre. Ja, es sei in meinem Leiden mir ein Quell von Trost und Freuden.
7. D Jesu, laß mich deiner Lehre gehorchen mit stets größrer Lust, und keines Spötters
Wahn zerstöre dein Heiligthum in meiner Brust. Mein ganzes Leben preise dich! Dein Heil
erfreu im Tode mich!
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Mel. Liebster Jesu wir sind hier.- 4. err, mein Licht! er
12. Herr, leuchte mich, daß
ich mich und dich erkenne; daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne. Höchster, laß mich doch auf Erden weise zu dem Himmel werden.
5. Hilf, daß sich von Zeit zu Zeit meine Kenntnisse vermehren! Find ich manche Dunkelheit bei geheimnißvollen Lehren; laß mich Zweifelsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen.
6. Laß mich, Herr, in deinem Licht immer rührender erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, der darnach mit Eifer trachtet und die Lust der Welt verachtet.
7. D, verleihe mir die Kraft, 2. Lauter Wahrheit ist dein deinem Wort gemäß zu handeln Wort. Lehre mich es recht und vor dir gewissenhaft als verstehen! Hilf selbst meinem dein treues Kind zu wandeln; Forschen fort, richtig daraus so wird einst in jenem Leben einzusehen, was zu meinem Heil mich ein hellres Licht umgeben.


