Erster Theil. Vom Worte Gottes.
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lehre mich dabei zu meinem Heil bedenken, dort sei die Zeit des Schauns, und hier des Glaubens Zeit; dert wachse wie mein Glück, mein Licht in Ewigkeit.
10. Find ich in deinem Wort nech manche Dunkelheiten, so laß mich einen Freund, der mehr, als ich sieht, leiten. Ein forschen der Verstand, der sich der Schrift geweiht, ein angefochtnes Herz hebt manche Dunkelheit.
11. Stets sei dein Wort mir werth! Es ist mein Glück auf Erden, und wird es einst noch mehr in jenem Leben werden. Nie irre mein Gemüth der Bibelfeinde Spott! die Lehre, die sie schmähn, bleibt doch dein Wort, o Gott!
Mel. Nun danfet alle Gott.
2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie verfehlen, und nie, was schädlich ist, für wahres Heil erwählen. O Höchster, leite selbst den forschenden Verstand, so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt.
3. Wie thöricht ist es doch, bloß andern Menschen glauben! Das heißt, sich selbst den Grund zur ewgen Ruhe rauben. Wer treulich hier dein Wort zu seiner Richtschnur macht, dem gibt es Licht und Trost auch in der Todesnacht.
4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falschen Lehre, und hilf, daß ich dein Wort mit festem Glauben ehre! Gib deinen Geist ins Herz, der Lust und Kräfte gibt, daß man die Wahrheit lernt, prüft, glaubt, erfährt und übt.
elobt seist du, o ott!
Mel. Ach Gott und Herr.
10. Gott ist mein Hort,
für deines Wortes Lehre! Gieb, Bater! daß ich sie mit Andacht fleißig höre. O mache doch mein Herz von Vorurtheilen
und auf sein Wort soll meine Seele trauen. Ich wandle hier,
rein und laß dein Wort mein
mein Gott, vor dir, im Glauben,
Licht auf meinen Wegen sein. nicht im Schauen. Gu


