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Kirche auf Erden bis zur Auferstehung des Fleisches wirket, in dem Einen: ,, Ich glaube an die Vergebung der Sünden." Und unser Katechismus lehret uns: ,, Wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit." Wir haben schon Vergebung der Sünden, Leben und ewige Seligkeit in der heiligen Taufe empfangen. Weil aber die Sünde, die in den Getauften wohl vergeben, doch nicht ausgetilgt worden ist, uns noch täglich hart zusetzt und zu manchem Falle bringt, so daß wir immer wieder in herzlicher Buße zu Gott kommen müssen, darum versichert uns das heilige Abendmahl aufs neue der Gnade Gottes, durch welche wir erhalten werden zum ewigen Leben. Darum heißt es wohl eine Speise der Seelen, die den neuen Menschen stärkt und nährt. Denn durch die Taufe werden wir erstlich neu geboren, aber daneben bleibt gleichwohl die alte Haut im Fleisch und Blut am Menschen, da ist so viel Hinderniß und Anfechtung vom Teufel und der Welt, daß wir oft müde und matt werden und zuweilen auch straucheln. Darum ist es gegeben zur täglichen Weide, daß sich der Glaube erhebe und stärke, daß er in solchem Kampse nicht zurückfalle, sondern immerdar je stärker und stärker werde. Denn das neue Leben soll alſo gethan sein, daß es stärker zunehme und fortfahre. Es muß aber dagegen viel leiden; denn so ein zorniger Feind ist der Teufel: wenn er siehet, daß man sich wider ihn leget und den alten Menschen angreift und er uns nicht mit Macht überpoltern kann, so schleicht und streicht er auf allen Seiten umher, macht, daß man entweder den Glauben fallen oder Hände


