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und Füße gehen läßt und wird unlustig oder ungeduldig. Dazu ist nun der Trost gegeben, wenn das Herz solches fühlt, daß es ihm zu schwer werden will, daß es hier neue Kraft und Labsal hole." Freilich ist auch außer dem Sacrament Kraft und Labsal zu holen, nämlich im Worte Gottes, in welchem Christus vom Glauben und Gebet der Seinigen sich finden und ergreifen läßt sammt allen seinen Gütern und Gaben. Doch weil unser Glaube gar schwach und blöde ist, so lange wir unsern Schatz noch in irdenen Gefäßen tragen, so hat unser lieber Herr Christus seinen Leib und Blut an Brot und Wein im Sacrament binden wollen, daß wir desto fester und ohne Wankfen uns darauf verlassen sollen, sein Leib sei dahingegeben und sein Blut sei vergossen für uns zur Vergebung der Sünden, und nähre uns zum Leben und zur Seligkeit. ,, In Christi Leibe ist das Leben und die Seligfeit drinnen," sagt Luther kurz und bündig. So gewiß ich nun also seinen Leib esse und sein Blut trinke, so gewiß empfange ich Vergebung aller meiner Sünden. Was ich esse und trinke, das wird ganz mein eigen. Alles, was mir mein Heiland am Kreuze erworben hat, das wird durch das heilige Abendmahl mein Eigenthum, so daß ich getrost und freudig ausrufen kann: Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht mich rein von aller Sünde. Und damit bekomme ich viele, reiche und mannichfaltige Gnadengaben. Die Vergebung der Sünden wird in mir bestätiget, mein Glaube wird gestärket, die Gewißheit meines Gnadenstandes wird in mir befestiget, der Friede des Gewissens, die Ruhe der Seele und die


