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Beicht- und Abendmahls-Buch / hrsg. und verlegt von dem Haupt-Verein für christliche Erbauungsschriften
Entstehung
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seines heiligen Kreuzestodes feiern. Du sollst es be­kennen, daß sein Tod dein Leben ist. Du sollst es rühmen, daß sein Blut dich rein macht von aller deiner Sünde. Davon sollen wir singen, lesen, pre­digen, hören und auch davon reden und unter ein­ander verkündigen, uns zum Trost und vielen zur Seligkeit, nach dem Befehle unsers Herrn Jesu Chriſti.

Das heilige Abendmahl ist aber nicht blos ein Gedächtnißmahl, wie manche Christen es dafür an­sehen. Denn wir gedenken ja des Herrn bei jeder Predigt, die wir hören, bei jedem Worte Gottes, das wir lesen, in jedem Gebete, das wir zu ihm thun, in allem, was wir über ihn denken, reden, lesen und hören. Das heilige Abendmahl ist noch weit mehr. Der Herr hat uns nicht Brot und Wein hinge­stellt zum Zeichen und zum Andenken, sondern giebt uns seinen Leib und sein Blut zu essen und zu trinken. Unser Herr Christus, der überhaupt nicht gekommen war, daß er ihm dienen lasse, son­dern daß er diene( Matth. 20, 28), hat wahrlich auch bei dem heiligen Abendmahle nicht bedient sein, son­dern dienen wollen. Es ist auch

2) ein Versöhnungsmahl. Bei der Ein­setzung sagt der Herr Jesus: ,, Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird" und: ,, Das ist mein Blut des neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden." Das ist eben so viel, als wenn der Herr sagte: Das ist mein Leib, und indem ihr ihn esset, so genießet ihr zugleich alle diejenigen Güter, welche ich euch mit der Dar­gebung meines Leibes in den Tod erworben habe; das