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Von Gottes Wesen
4. Sollt er zu Regiererinnen 3. Schau, o mein Geist, in seiner Werke, seiner Welt meine jenes Leben, zu welchem du erLüste setzen; sinnen, ordnen, schaffen bist; wo du mit Herrthun, was mir gefällt? Wohl lichkeit umgeben, Gott ewig uns, wenn er nie gewährt, siehest, wie er ist. Du hast ein was ein thöricht Herz begehrt. Recht zu diesen Freuden; durch
5. Hier in meinem Pilger- Gottes Güte sind sie dein. Sieh, stande sei mein Theil Zufrie- darum mußte Christus leiden, denheit! Dort in meinem Va- damit du könntest selig sein. terlande wohnt die wahre Se- 4. Und diesen Gott sollt ich ligkeit; find ich dort gewiß mein nicht ehren, und seine Güte Heil, o so sei mein Weg hier steil. nicht verstehn? Er sollte rufen,
6. Wenn du auch auf rau- ich nicht hören; den Weg, den hen Wegen wandelst, Seele, er mir zeigt, nicht gehn? Sein flage nicht; was hier schmerzet, Will ist mir ins Herz geschriewird dort Segen; was hier ben; sein Wort beſtärkt ihn Nacht ist, wird dort Licht: und ewiglich: Gott soll ich über ich fasse Gottes Sinn, wenn Alles lieben, und meinen Nächich ganz vollendet bin. sten gleich als mich.
Güte und Langmuth Gottes.
5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein, wie er. Indem ich
25. Wie groß ist des All- dies Gebot erfülle, stell ich sein
mächtgen Güte! Ist der ein Bildniß in mir her. Lebt seine Mensch, den sie nicht rührt, der Lieb in meiner Seele, so treibt mit verhärtetem Gemüthe den sie mich zu jeder Pflicht, und Dank erstickt, der ihr gebührt? ob ich schon aus Schwachheit Nein, seine Liebe zu ermessen, fehle, herrscht doch in mir die sei ewig meine größte Pflicht. Sünde nicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht.
6. Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein. Sie stärt' in mir 2. Wer hat mich wunderbar die guten Triebe, mein ganzes bereitet? Der Gott, der mei- Leben dir zu weihn; sie tröste ner nicht bedarf. Wer hat mit mich zur Zeit der Schmerzen, Langmuth mich geleitet? Er, sie leite mich zur Zeit des Glücks, dessen Rath ich oft verwarf. und sie besieg' in meinem Herzen Wer stärkt den Frieden im Ge- die Furcht des letzten Augenblicks. wissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so mel. Herzliebster Jesu, was haft zc. viel Glück genießen? Ift's nicht 26. Preist unsern Gott! Er
der Herr, schafft?


