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Christliches Gesangbuch für die evangelisch-lutherischen Gemeinden im Fürstenthum Osnabrück : zum Gebrauche beim öffentlichen Gottesdienste und bei der Hausandacht ; [nebst] Lieder-Anhang zum Osnabrücker Landgesangbuch [und] Gebete [und] Die Episteln und Evangelia [...]
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und Eigenschaften.

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3. Wohin, wohin soll ich vor, pfer, sehn, dir folgen, und dein deinem Geiste fliehen? Wo könnt' Lob, so gut ich kann, erhöh'n. ich jemals wohl mich deinem 9. Erforsche mich, mein Gott, Aug' entziehen? Führ ich gen und prüfe, wie ich's meine; ob Himmel auf, so bist du, Höchster, ich rechtschaffen bin, wie ichs da; führ ich zur Tief' hinab, von außen scheine. Sieh, ob auch hier bist du mir nah. mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhöht.

4. Sucht' ich auch schnell zu fliehn, vom Abend bis zum Morgen, selbst an das fernste Meer, blieb' ich dir nicht verbor­

Mel. Es ist gewißlich an der Zeit zc.

gen; auch da umschlöſse mich 18. Umsonst, umsonst ver­

doch deine Allmachtshand; denn du bist überall, und dein ist je­des Land.

hüllst du dich, mein Herz, in Fin­sternisse; was kann ich Gott ver­bergen, ich, daß er nicht Alles wisse? Wärst du auch dunkler, als das Grab, das Auge Gottes schaut hinab und fennet deine Tiefen.

2. Wo ist die Nacht der Ein­samkeit, die mich vor ihm ver= hehle? Er sieht euch schon, eh' 6. Du warst schon über mir ihr noch seid, Gedanken meiner in meiner Mutter Leibe; du bil- Seele, eh' ich euch selbst empfin­detest mein Herz, Gott, deß ich den fann, von eurer ersten Bil­bin und bleibe. Ich danke dir, dung an, bis ihr euch ganz ent­daß du mich wunderbar gemacht, faltet. und meiner eh' ich war schon väterlich gedacht.

5. Spräch' ich zur Finster­niß: Sei um mich, mich zu decken, so sucht' ich doch umsonst vor dir mich zu verstecken; denn auch die Finsterniß ist vor dir hel­les Licht, die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angesicht.

3. Er tennet und erforschet euch, wenn ihr euch schnell ent= 7. Du kanntest mein Gebein, ziehet; bemerkt euch, wenn ihr, eh' ich an's Licht gekommen, da Strahlen gleich, schnell auffahrt, ich im Dunkeln erst die Bildung schnell entfliehet; vergebens angenommen; dein Auge sah' wünsch' ich: sterbt, vergeht! ich mich schon, eh' ich bereitet war, hafs' euch! Aufgezeichnet steht und meiner Tage Lauf war dir ihr all' in seinem Buche. schon offenbar.

4. Der Herr gedenket ihrer noch, wenn sie auch mir ver­schwinden; sie leben, und ich wähne doch, Gedanken sei'n nicht Sünden. Nein, alle müssen an

8. Was für Erkenntnisse, für föstliche Gedanken, unzählbar sind sie mir; denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will

ich stets auf dich, mein Schö- das Licht, wenn Gott kömmt,