Ewigkeit.
4. Nichts soll mir am Her
zen kleben, süßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt' ich in der Wüste weilen und nicht eilen? Nein, ich eil' in's Himmelszelt.
5. Herzensheiland, laß den Glauben mir Nichts rauben, Glauben, der durch Alles dringt. Nach dir sehnt sich meine Seele in der Höhle, bis sie sich von hinnen schwingt.
6. D, wie bald kannst du es machen, daß mit Lachen unser Mund erfüllet sei. Du kannst durch die Todesthüren träumend führen und machst uns auf einmal frei.
7. Du hast unsre Schuld getragen; Furcht und zagen muß nun ferner von mir ferner von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt danieder; meine Glieder wer den fröhlich auferstehn.
8. Gottes Lamm, dich will ich loben hier und droben mit der herzlichsten Begier. Du hast dich zum ew'gen Leben mir gegeben; hole mich, mein Gott, zu dir.
I. L. C. Ullendorf,+ 1773.
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Mel. Wie schön leuchtet der Morgenstern.
600. Wie wird mir dann, o dann mir sein, wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, in ihm entschlafen werde, vont feiner Sünde mehr entweiht, enthoben dieser Sterblichkeit, nicht mehr der Mensch der Erde! Herzlich freu dich, Seele, tröste dich, Erlöste, mit dem Leben, welches dir dein Gott wird geben.
2. Jch freue mich, und bebe doch, so drückt mich meines Elends Joch, der Sünde Fluch darnieder. Doch Jesus stärkt mich kräftiglich; an ihn, den Mittler, halt' ich mich, und er erhebt mich wieder. Jesus Christus, laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben, deines Vaters Reich zu erben.
3. Verachte denn des Todes Graun, mein Geist, er führet dich zum Schaun; zum großen Abendmahle im Heiligthume führt er dich, drum sei dir nicht mehr fürchterlich der Weg im dunkeln Thale. Zur Ruh' kommst du; überschwänglich, unvergänglich wird sie trösten dich im Bunde der Erlösten.


