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bestellt. Ruhelos, von Müh' umgeben, gehen wir durch diese Welt; gehn dahin vom frühen Morgen bis zum Abend unter Sorgen; Kreuz und Trübsal, Angst und Noth ist hier unser täglich Brot.
V. Zukunft.
3. Ach, wer sollte sich nicht sehnen, solchem Elend zu entfliehn, aus dem finstern Thal der Thränen in das Freudenland zu ziehn, wo sich unser Kreuz in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Zust verkehrt und der Friede ewig währt?
4. Da wird unser Aug' er blicken, was zu schauen selig ist; da wird unsern Mund erquicken, was aus Gottes Herzen fließt; da wird in das Ohr uns dringen, was nur Seelenlust kann bringen; und, befreit von jedem Schmerz, fühlt nur Labfal unser Herz.
5. Ach, wann werd' ich da hin kommen, daß ich Gottes Antlig schau'? Würd' ich bald doch aufgenommen in den schönen Himmelsbau, der von edlen Perlen funkelt, der das Sonnenlicht verdunkelt, und
mit seiner Wunderpracht Goldes Glanz zu Schanden macht!
6. Nun, so stille mein Verlangen, du, mein Herr und Lebensfürst; laß mich bald dahin gelangen, wo du mich erquicken wirst. Unterdeß laß hier auf Erden meine Seele himmlisch werden, bis mein Loos in jener Welt auf das Lieblichste mir fällt!
B. Schmold,+ 1737.
Eigene Melodie.
599. Unter Lilien jener Freuden sollst du weiden; Seele, schwinge dich empor! Als ein Adler fleug behende; Jesu Hände öffnen schon das Perlenthor.
2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu dem Haufen derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen schon bedienen mit dem rein sten Jubelton.
3. Löse, erstgeborner Bruder, doch die Ruder meines Schiffleins; laß mich ein in den Hafen deiner Heerde, wo ich werde aller Furcht ent rücket sein.


