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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg
Entstehung
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502

V. Zukunft.

10. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil dir, denn in dem Erdenleben hast meine Seel errettet du! O Gott, wie muß das Glück erfreun, der Retter einer Seele sein!

11. Was seid ihr Leiden hier auf Erden doch gegen jene Herrlichkeit, die offenbart an uns soll werden von Ewig­keit zu Ewigkeit? Wie Nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Müh'!

C.. Gellert,+ 1769.

Eigene Melodie.

596. Ewigkeit, du Don nerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor Angst und Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz erschrocknes Herz erbebt, wenn mir dies Wort im Sinne schwebt.

2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; der Hölle Dauer hat kein Ziel, sie ist ein Meer,

deß Wellenspiel niemals ab­läßt, zu toben; ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer stirbet nicht.

3. D Ewigkeit, du machst mir bang! D ewig, ewig ist zu lang! Hier gilt fürwahr kein Scherzen. Denn denk' ich an die lange Nacht, wo nicht mehr glänzt der Sonne Pracht, und an die tausend Schmerzen, dann fühl' ich: Nichts ist weit und breit so schrecklich, wie die Ewigkeit.

4. Ach Gott, wie bist du doch gerecht, wenn du so strafft den bösen Knecht mit ew'ger Qual und Schmerzen! Auf kurze Sündenlust der Welt hast du so lange Pein gestellt. Drum nimm es doch zu Herzen, vergiß es nicht, o Menschen­kind: Kurz ist die Zeit, der Tod geschwind.

5. Wach auf von deinem Schlaf, wach auf, halt ein in deiner Sünden Lauf, und beffre bald dein Leben. Wach auf, denn es ist hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer