Ewigkeit.
2. Wahr ist's, der Fromme schmeckt auf Erden schon man chen sel'gen Augenblick, doch alle Freuden, die ihn werden, sind ihm ein unvelkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh' nimmt in der Seele ab und zu.
3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusch der eitlen Welt; bald tobt in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter fiegt, als fällt; bald finkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld.
4. Hier such' ich nur, dort werd' ich finden, dort schau' ich, heilig und verklärt, erlöst von allen meinen Sünden, der wahren Tugend hohen Werth. Den Gott der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn.
5. Da wird des Vaters heil'ger Wille mein Wille, meine Wohlfahrt sein, und lieblich Wesen, Heil die Fülle vor seinem Throne mich erfreun; da läßt ein ewiger Gewinn mich fühlen, daß ich felig bin.
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6. Da werd' ich das int Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah, das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da schaut mein Geist mit Preis und Dank der Gottesschicklung wahren Gang.
7. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart; ein Heilig, Heilig, Heilig singen dem Lamme, das erwürget ward; und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm.
8. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig sehn, das nie gestörte Glück erfahren, fromm mit den Frommen um zugehn; da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück.
9. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millionenmalen noch segnen, daß er ihn mir wies; da find' ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand.


