Druckschrift 
Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Gottes Wesen, Walten und Wirken.

13

Verbrecher, der dein Gesetz Zebaoth, nur die allein be­und Recht entweiht, bist du stehen, die gläubig auf des ein strenger Rächer; ihn Mittlers Tod bei ihrer Neue strafend zeigst du aller Welt, sehen, so laß mich die Gerech­daß nimmermehr dir wohl- tigkeit, die mich von Straf gefällt des Sünders gottlos und Schuld befreit, bei ihm Wesen. im Glauben suchen.

I. I. Rambach, † 1735.

6. Der Untergang der ersten Welt, die aus der Art ge­schlagen, das Feuer, das auf Sodom fällt, Aegyptens lange Plagen und andre Wunder deiner Macht bezeugen: wenn dein Zorn erwacht, so kannst du schrecklich richten.

7. Bleibt hier viel Böses ungestraft, viel Gutes unbe lohnet, so kommt ein Tag der Rechenschaft, der keines Sün­ders schonet; da stellst du, Herr, in's helle Licht, wie recht und billig dein Gericht. Dann triumphirt der Fromme.

8. Gerechter Gott, laß mich wie du, das Gute eifrig lieben; gieb selber mir die Kraft dazu. Wirk' inniges Betrüben, wenn Arges noch in mir sich regt; dein Herz, das lauter Gutes hegt, sei meines Herzens Wonne.

9. Und weil vor dir, Herr

Mel. An Wasserflüssen Babylon.

15. Getreuer Gott, wie viel Geduld beweisest du uns Ar­men! Wir häufen täglich unſre Schuld; du häufest dein Er­barmen. Was ist des Menschen Lebenslauf? Er ist verderbt von Jugend auf und deinen Wink entgegen; und gleich­wohl, Vater, suchst du ihn langmüthig davon abzuziehn, zur Bess'rung zu bewegen.

2. Der Menschen Elend jammert dich; wenn sie sich selbst verstocken, so suchst du sie doch väterlich durch Huld zu dir zu locken. Wie lange sahst und riefest du vor Zeiten deinem Volke zu, das sich doch nicht bekehrte; wie trugest du mit Gütigkeit die erste Welt so lange Zeit, eh' sie die Fluth verheerte.

3. Noch immer giebst du