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Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch für die Stadt und das Herzogthum Magdeburg
Entstehung
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I. Gott.

eitles Wesen mir gefällt. Wie follt' ich je die Creatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, o Gott, mißfällt; drum laß es mich mit Ernst vermeiden, gefiel' es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Vater, mich stets wachsam sein.

5. Gieb, daß ich Alles willig Teide, was mir dein weiser Rath beſtimmt; du führst durch Trübfal den zur Freude, der Christi Kreuz gern auf sich nimmt; wer's willig trägt und weißlich nüßt, wird mächtig von dir unterstützt.

6. In deiner Liebe laß mich sterben, dann ist selbst Sterben mein Gewinn, dann werd' ich deinen Himmel erben, wo ich dir, Vater, nahe bin; dann liebt dich meine Seele rein, und liebend wird sie selig sein. B. Schmold,+ 1737.

Mel. Es ist gewißlich an der Zeit.

14. Gerechter Gott, vor dein Gericht muß alle Welt sich stellen; du wirst in ihrem

Angesicht auch mir mein Ur­theil fällen. O laß mich dein Gericht stets scheun, und hier mit Ernst beflissen sein, vor dir einst zu bestehen.

2. Du siehst von deinem festen Thron auf alle Menschen­finder, bestimmest Jedem seinen Lohn, dem Frommen und dem Sünder. Du siehest die Person nicht an, allein auf das, was wir gethan, schaust du, als rechter Richter.

3. Du giebst hier aus Barmherzigkeit des Guten viel den Frommen; du schütest sie vor manchem Leid, darein die Sünder kommen. So zeigest du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlgefällt, der deine Wege wandelt.

4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut, und bist ein Freund der Frommen. Wer freudig deinen Willen thut, wird von dir angenommen; sein Werk und Dienst gefällt dir wohl, ist er auch gleich nicht, wie er soll, von Fehlern rein geblieben.

5. Dem aber, welcher dich nicht scheut, dem frevelnden