Gebet eines Kranken.
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damit beflecket habe, und durch sie mich nun an den Rand des Abgrunds geführet sehe, wenn anders deine Barmherzigkeit noch nicht ins Mittel tritt, und den Arm deiner Gerechtigkeit aufhält. O erbarmungsvoller Gott, höre die Stimme des Blutes, welches mein theuerster Erlöser für bußfertige Sünder vergossen hat. Laß es mich lebhaft bereuen, daß ich dich beleidiget habe. Gib mir Kraft, daß ich allen dir mißfälligen Neigungen widerstehe, und mich gänzlich deinem heiligen Willen unterwerfe. Ja, mein Gott, ich küsse die Ruthe, welche mich schlägt. Ich lege meine Hand auf den Mund, und will gar nicht murren. Ich preise deine Barmherzigkeit mitten in deinen Züchtigungen. Gib mir Geduld in meiner schweren Krankheit. Laß mich einen sanften Sinn und Freundlichkeit gegen alle die, so um mich herum sind, beweisen, und alle Sorgfalt, so man an mir beweiset, mit Dank erkennen. Laß die Mittel der Genesung, so ich anwende, gesegnet sein, denn ohne deinen Segen arbeitet doch der Arzt vergeblich, und alle Mittel sind umsonst. Von dir, o Gott, erwarte ich alles. Mache es mit mir, wie es deinem heiligen Willen gemäß ist. Nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Berlaß mich nur nicht. Unterstüße mich durch deine Gnade, an der ich genug habe. Deine Kraft sei máchtig in mir Schwachen! Gefällt es dir, mein Gebet zu erhören, und meine Gesundheit wieder herzustellen; willst du, daß ich noch im Lande der Lebendigen bleiben soll; so gib mir, Herr, daß ich ein neues Leben führen und zeigen möge, daß ich in der Schule deiner Züchtigungen gelernt habe, wachsamer über alles mein Thun und Lassen zu sein,


