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Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat-Erbauung
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Gebet eines Kranken.

zu suchen. Höchster Richter, deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich. Mein Leib ist schwach, meine Seele voll Leiden. Schon haben mich des Todes und Grabes Bande umfangen. Zu wem kann ich mich wenden, der ich so elend und voll Jam­mer auf diesem Krankenbette darnieder liege? Es ist nichts mit allen Geschöpfen. Diese können nicht rathen und nicht helfen. Nur du allein, mein Gott, kannſt die Krankheit heilen, welche mir Seufzer auspresset. Zu dir allein wende ich mich. Erhöre mich, mein Gott, und schweige nicht zu meinen Chránen.

Herr, ich bekenne es, daß ich nichts anders leide, als was ich verdiene. Wolltest du mich so strafen, als ich wegen meiner Sünden es werth bin, so würden alle Wellen deines Zornes über mir zusammenschlagen, und ich müßte gleich jenen abtrünnigen Geistern zur Verdammniß verstoßen werden, weil ich ihnen auf dem Wege des Verderbens so unglücklicher Weise nachge­folget bin. Herr, ich empfinde es, daß ich strafbar bin, du aber unendlich gerecht bist. Ich habe gesündigt wider dich und vor dir. Meiner Sünden sind mehr, denn Haare auf meinem Haupte. Ach, ich Unglück­seliger! Ach, daß ich dich zum Zorn wider mich gereizet habe! Du bist die Liebe selbst. Du hast mit so vieler Gnade mich überhäuft, und nicht aufgehöret mir Gutes zu thun. Wie konnte ich doch so undankbar sein, daß ich mich wider dich, meinen großmüthigsten Wohlthäter, erhob! Wie konnte ich so frech, so treulos sein, daß ich mich gegen meinen Vater und König emporte! Gott, ich erschrecke, wenn ich bedenke, daß es meine Sünden sind, die dich gegen mich reizen, daß ich mein Leben