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Schwarzburg-Rudolstädtisches Gesang-Buch für die öffentliche und häusliche Andacht : [nebst] Gebete ... [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonn- und Festtage des ganzen Jahres [und] Antiphonien
Entstehung
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Beim Anfange des Kirchenjahres.

3. Doch fragst du nach des Wortes Früchten und bringit, was wir gethan, ans Licht, nach unsern Werken uns zu richten, so, Heiligster, besteh'n wir nicht. Du trugest uns mit viel Geduld; wir aber häuften Schuld auf Schuld.

4. O laß es deinem Geist ge­lingen, bei uns in diesem neuen Jahr die Sünde mächtig zu bezwingen, wo sie bisher noch herrschend war! Wir schwören dir heut' ew'ge Treu, daß sie nicht weiter herrschend sei.

5. Laß hier, wo wir jetzt niederfallen, dein unverfälschtes Gnadenwort bei unsrer Nach­welt noch erschallen, und sie an diesem heil'gen Ort der Tauf und deines Mahls sich freu'n, und deine wahre Kirche sein!

6. Gib, daß wir dich stets kindlich ehren als dein geweih­tes Eigenthum! Einst führst du uns zu jenen Chören, wo man, erfüllt von deinem Ruhm, das Leben, das uns dort be­seelt, nicht mehr nach Tag und Jahren zählt.

Mel. Nun laßt uns Gott 2c.

19. Hier find wir, dich zu

dem wir angehören, dir, Vater, zu lob fingen, dir Preis und Dank zu bringen.

2. Noch leuchtet dir zur Ehre der Offenbarung Lehre, dieß Licht, von dir verbreitet, das uns zum Leben leitet.

9

4. Du duldest uns auf Er­den; wir sollen frömmer wer­den, und, was wir seh'n und hören, soll uns zu dir bekehren.

3. Noch hast du uns verscho­net, nach Sünden nicht geloh­net, mit Langmuth uns getra­gen, erhört Gebet und Klagen.

5. Herr Gott von großer Treue, wir preisen dich! Er­freue uns noch mit deinem Lich­te, führ' uns nicht zum Gerichte!

6. Wir wollen voll Vertrauen auf deine Güte schauen, dein heilsam Wort recht lernen, vom Bösen uns entfernen.

7. Hilf uns zu allen Zeiten! laß uns dein Auge leiten! ge­treu sei jeder Lehrer, und folg­sam jeder Hörer!

8. Dein Friede wohn' im Lande! gib Segen jedem Stan­de! nach überwundnen Leiden gib uns des Himmels Freuden!

9. Wenn, Vater, deine From­men in deinen Tempel kom­men, so wollest du gewähren, was sie von dir begehren!

3. A. Cramer.

2) Advents- Lieder.

Mel. Straf mich nicht in deinem zc.

20. Was der Menschen­

vater thut, was sein Rath ersehen, muß, denn es ist immer gut, uns zum Heil geschehen. Ihm gebricht Weisheit nicht, ihm, der nie gefehlet, was sein Rathschluß wählet.

2. Jesus wird zum Heil der Welt einer unsrer Brüder, er, der Helden größter Held, kommt zu uns hernieder; brüderlich wollt' er sich und sein theures Leben hin für Sünder geben.

3. Lange noch, eh' er er­