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komme Bald. Und die Braut, die im Glauben des Sohnes Gottes lebt, spricht auch hier im Glauben: Amen, ja, komm, Herr Jesu!
Ach, wäre ich ein solches Brautherz im Glauben und in der Liebe Jesu Christi, stünde ich in solcher Inbrunst des Geistes vor Ihm, daß ich mit Verlangen und Freuden sagen möchte, wie die Braut spricht: komm! Wen darnach dürftet, der danke es Gott; denn auch das Verlangen nach Gott, nach dem lebendigen Gott ist Gottes Gnadengabe. Er wende sich sofort zu Jesu Christo, den wir zwar nicht sehen, der aber nahe ist Allen, die mit Ernst Ihn anrufen. Umsonst, umsonst gibt Er das Wasser des Lebens. Mögen wir denn trinken aus den frischen Quellen Seines Wortes! Haben wir Durst, Er kann ihn stillen; haben wir Bedürfnisse des Gewissens, der Seele, des Geistes, sind wir verlegen um Kraft, um Weisheit und Gerechtigkeit, oder was es sei, Er gibt für Alles das Wasser des Lebens umsonst. Diese Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit uns Allen. Es ist Seine Gnade, die mit uns ist.
Gebet. Herr Jesu Christe, unser Heiland, laß vor Dich kommen unser Flehen. Höre, daß wir zu Dir rufen um Deine gnadenreiche Zukunft. O komm, Herr, und schenke Eifer, Buße, Glauben, Liebe, Treue, damit wir Dich endlich am jüngsten Tage mit Freuden sehen mögen. Amen.
Vater Unser.
Sonnabend nach dem 27. nach Trinitatis.
Mel.: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'.
Bis hieher hat mich Gott gebracht Durch Seine große Güte,
Bis hieher hat Er Tag und Nacht Bewahrt Herz und Gemüthe; Bis hieher hat' Er mich geleit't, 19 Bis hieher hat Er mich erfreut, Bis hieher mir geholfen.
MED HE
Hilf fernerhin, mein treuer Hort! Hilf mir zu allen Stunden! Hilf mir an all' und jedem Ort! Hilf mir durch Jesu Wunden! Hilf mir im Leben, Tod und Noth Durch Christi Schmerzen, Blut und Tobl Hilf mir, wie Du geholfen!
( Vers 1 und 3 aus: Bis hieher hat mich Gott gebracht.)
Röm. 13, 11-14.
Und weil wir solches wissen, nämlich die Seit, daß die Stunde da ist, aufzuftehen vom Schlaf; fintemal unser Seil jent nåber ist, denn da wir es glaubten; die Tacht ist vergangen, der Tag aber herbeis gekommen: so laßt uns ablegen die werke der Sinsterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. Laßt uns ehrbarlich wandeln, als am Tage; nicht in Sreffen und Saufen, nicht in Rammern und Unzucht, nicht in Sader und Teid; sondern ziebet an den Herrn Jesum Chriftum, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde.


