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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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Das

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Das zu Ende gehende Kirchenjahr hat uns das Beste geboten, was es für einen armen Menschen gibt: Gottes Wort und Sakrament und damit einen Schatz, den Motten und Rost nicht fressen, ja den unausforschlichen Reichthum Jesu Christi, in welchem allein Heil ist für Zeit und Ewigkeit. Wenn aber der jüngste Tag kommt, wird das Kirchenjahr zeugen können für uns oder wider uns? Kann gerühmt werden, wie der Apostel Paulus den Thessalonichern das Zeugniß aus­stellt: euer Glaube wächset sehr, und die Liebe eines Jeglichen unter euch nimmt zu gegen einander, und die Geduld in eurer Trübfal leuchtet unter allen Gemeinden? Die Hand auf's Herz; ist nicht die Antwort ein aus der Tiefe kommendes Ach, Herr, so Du willst Sünde anrechnen, wer kann vor Dir bestehen? Nieder in den Staub, was Sünder heißt, was Sünder ist, bei wem die Sünde mächtig d. h. lebendig zeugend, strafend, das Gewissen beschwerend geworden, damit die Gnade noch mächtiger werde. Denn mit dem Ausläuten des alten Kirchenjahres wird zugleich eingeläutet ein neues und damit eine neue Gnadenzeit. Ja, glaub' es nur, erschrockenes Herz und zage nicht! Noch einmal ist ein gnädiger Advent vor der Thür. Es ist wirklich wahr, was Luther gesungen: ,, Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist vielmehr Gnade, Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade." Höre doch, und bete den Gott aller Geduld" an. Er will noch einmal kommen; ja, ,, unser Heil ist jetzt näher, denn da wir es glaubten" verkündigt die Epistel des mor­genden Tages. Im alten Bunde konnte man wohl nach diesem Heil seufzen: Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken regnet die Gerechtigkeit; oder: Ach, daß die Hülfe aus Zion käme, und der Herr Sein gefangen Volk erlösete; im alten Bunde wurde wohl die bange Frage aut: Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?- Aber die Antwort gibt der neue Bund, da ist das Heil uns so nahe, daß wir jauchzen dürfen: In unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Auch Sein Advent in's Herz ist näher. Jakob hatte den Glauben an das Heil wohl im Herzen, wenn er spricht: Herr, ich warte auf Dein Heil, Simeon aber hatte das Heil näher, er durfte sprechen: Meine Augen haben Deinen Hei­land gesehen; und mit ihm alle, welche im neuen Kirchenjahre aus Anregung des Geistes in die Kirche kommen, Seines Kleides Saum in Wort und Sakrament im Glauben berühren, sie können in Frieden fahren. Auch Sein letzter Advent ist näher, der liebe" jüngste Tag, die Offenbarung des großen Gottes unseres Heilandes. Die Bäume schlagen aus der ewige Frühling winkt, und die Erlösung von allem Uebel ist vor der Thür für alle, bei welchen die Nacht ver­gangen, der Tag aber herbeigekommen; die Nacht der Sündenschuld, der Sünden noth, der Sünden macht, denen der helle Tag des neuen Lebens in Jesu erschienen ist, da wir nichts mehr zu fürchten, sondern

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