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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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müssen wir vor Allem Christen sein, im Sinne uns dieser Welt nicht gleichstellen, welche keine Einbuße am Fleische haben sondern die Lüfte vollbringen will. Ist unser Sinn erneuert in der Gemeinschaft Jesu Christi, so wird's nicht fehlen, daß wir, was wir noch hinterstelliger Zeit im Fleische zu leben haben, nicht der Menschen Lüsten leben und aufrichtig und entschieden dem heidnischen Leben absagen und nicht weiter darin laufen. Darüber werden sie uns lästern, Heuchler nennen, Strenge und Harte, werden uns vorrücken, daß wir vorhin anders ge­dacht und gelebt haben. Mag sein wir halten die Buße nicht für unsere Schande und den Glauben an Christum nicht für bloße Worte und ein heiliges Leben nicht für ein Hirngespinnst. Auch das ist Fleischeslust, daß wir der Menschen Urtheil so sehr scheuen. Viel­mehr erkennen wir nun, daß ein Andrer es ist, der bereit ist zu rich­ten die Lebendigen und die Todten. Wenn wir Ihm nur gefallen mit unserm Leben und Ernste, so ist's genug.

Gebet. Jesu, Du Anfänger und Vollender des Glaubens, der Du wohl hättest mögen Freude haben, das Kreuz aber erduldet und der Schande nicht geachtet hast und darnach zur Rechten auf den Stuhl Gottes gesetzt bist, wir bitten Dich herzlich, Du wollest uns Deinen Lebens- und Leidenssinn als eine starke Rüstung unter der vielfachen Anfechtung dieses Lebens schenken. O Jesu, alle unsere Hoffnung steht allein zu Dir, zu Deiner Macht und Barmherzigkeit. Du wirst uns nicht zu Schanden werden lassen. Amen. Bater Unser.

Mittwoch nach dem 27. nach Trinitatis.

Mel.: Herr Jesu Chrift, Dich zu uns wend'.

R

Herr Gott, der Du mein Vater bist, Ich schrei im Namen Jesu Christ Zu Dir auf Sein Wort, Eid und Tod, Hör', Helfer treu in Angst und Noth.

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Errett' von Sünd', Teufel und Tod, Aus Leibes und der Seelen Noth; Ein selig Stündlein uns bescher.

Dein ist das Reich, Kraft, Preis und Ehr'. ( Vers 1 und 3 aus: Herr Gott, der Du mein Vater bist.)

Luc. 18, 1-8.

Er sagte ihnen aber ein Gleichniß davon, daß man allezeit beten, und nicht laß werden sollte; und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott, und scheuete sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Wittwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm, und sprach: Rette mich von meinem Widersacher. Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbft: Ob ich