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Dienstag nach dem 27. nach Trinitatis.
Mel.: Einer ift König, 3mmanuel fieget.
nequita
Jesu, hilf fiegen, damit auch mein Wille Dir, Herr, sei gänzlich zu eigen geschenkt, Und ich mich stets in Dein Wollen verhülle,
Jefu, hilf fiegen! und lege gefangen In mir die Lüfte des Fleisches und gib, Daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, Aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb;
Wo sich die Seele zur Ruhe hinlenkt; Laß mich einbringen in's himmlische Wesen, Laß mich mir sterben und alle dem Meinen, So wird mein Geist, Leib und Seele ge- Daß ich mich zählen kann unter die nesen. Deinen. ( Vers 5 und 6 aus: Jesu, bilf siegen, Du Fürste des Lebens.)
1 Petr. 4, 1-5.
Weil nun Chriftus im Sleisch für uns gelitten bat, so wappnet euch auch mit demselbigen Sinn; denn wer am Sleisch leidet, der bôret auf von Sünden, daß er binfort, was noch hinterftelliger Zeit im Sleisch ist, nicht der Menschen Lüften, sondern dem willen Gottes lebe. Denn es ist genug, daß wir die vergangene Jeit des Lebens sugebracht haben nach heidnischem Willen, da wir wandelten in Unsucht, Lüften, Trunkenheit, Frefferei, Sauferei, und greulichen Abgöttereien. Das befremdet sie, daß ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbige wüste unordentliche Wesen, und lästern; welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist zu richten die Lebendigen und die Todten.
Chriftus unser Herr und Haupt sitzt zur Rechten Gottes des allmäch
tigen Vaters, von dannen Er wiederkommen wird zu richten die Lebendigen und die Todten. Das Haupt im Himmel zieht alle Glieder an und nach, und so ist der Zug nach oben allen Christen eigenthümlich. Es gibt einen Weg, auf welchem das Haupt nach sich zieht. So lange Christus unser Herr auf Erden wandelte, zeichnete Er Sich unter allen Menschen aus. Er ging durch lauter Leidenswege, der Herzog unsrer Seligkeit wurde durch Leiden vollkommen gemacht. Aber der Sinn Jesu in allen Leidenswegen ist besonders wunderbar. Er war nicht mürrisch noch greulich( Jesaj. 42, 4) sondern willig, gelaffen und gefaßt und blickte hinaus auf das siegreiche Ende Seiner Herrlichkeit. Hierin ist uns unser Weg vorgeschrieben. Wir leben im Fleische, das nimmer fromm wird, sondern voll böser Lüste steckt. Diesem Fleische kann nur abgeholfen werden, indem es getödtet und gefränkt wird. Darum läßt Gott, damit wir den Weg zur Herrlichkeit finden, nach und nach Leiden über unser Fleisch und seine vielfachen Begierden hereinbrechen. Da kommt es denn darauf an, daß wir Christi Sinn anziehen, leiden wollen, was Gott an öffentlichen und geheimen Leiden auflegt, von Sünden aufhören und über bem Allen das Ziel, die Vollendung im Auge behalten. Im Sinne


