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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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Sie halten, es sei keine Auferstehung. Ob die Seele unsterblich fei, davon fragen und sagen sie nicht. Die ist gewiß unsterblich, wenn's eine Auferstehung gibt; ist aber keine Auferstehung, so ist's auch mit der Seele verloren; denn Leib und Seele sind eine einige Creatur Gottes. Ihr irret spricht der Mund der Wahrheit zu den Leugnern. Sie müssen nothwendig irren, denn sie wissen die Schrift nicht noch die Kraft Gottes. Gottes Kraft ist ewig und ungehindert, und es ziemt der Kraft Gottes wohl, die Todten aufzuerwecken. Was follte dem unmöglich sein, der schaffen kann, was Er will, und nicht erst zu fragen braucht, ob es so dem Unglauben gefalle. Die ganze Schrift ist Zeuge der Auferstehung. Gott sagt: ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Ist Gott aber ewig und lebendig, so werden auch die leben, deren Gott Er Sich nennt. Gott ist nicht unser Gott auf ein paar Jahre sondern immerhin. So müssen wir ja wohl immerhin leben- nicht bloß der Seele sondern auch dem Leibe nach; denn wir sind nicht bloß Seele sondern auch Leib. Die Todten leben Ihm Alle( Luc. 20, 38), mögen sie auch gestorben sein. Vor Gott ist der Todte nicht anders, als vor unsern Augen ein schlafen­des Kind ist. Der Schächer wußte um die Kraft Gottes. Denn er sagt: gedenke an mich. Dieses Gedenken Christi ist ihm so kraftreich, daß er gewiß ist, dadurch ewig zu leben. Es wird auch keine Ver­legenheit sein, wessen Weib jene sein wird unter den sieben. Denn in der Auferstehung wird man nicht freien noch sich freien lassen, son­dern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel. Es wird über­haupt Alles sehr herrlich und heilig sein und allenthalben über unsre Sinnen gehen.

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Sorgen wir also nicht, wie Gutt alle Todten auferwecken kann. Gott bedarf unseres Rathes und unsrer Sorge nicht. Sein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Vielmehr soll es uns an­liegen, die Schrift zu wissen und in die erweckende Kraft Gottes ein­zubringen. Dem wollen wir nachdenken, daß Gott in der Schrift sagt: Ich bin dein Gott. Welche Liebe, welche Gnade, welche Fülle von Erweckung liegt in dem Einen, daß Gott unsrer Leiber und Seelen Gott ist ewiglich. Wir bedürfen nothwendig der Ewigkeit, um das zu verstehen, daß Gott unser Gott ist.

Gebet. Herr, Du lebendiger Gott, Du bist unsere Zuflucht für und für. Dein ist alle Gewalt und Majestät; vor Dir ist der Tod kein Tod und Dir leben die Todten. Du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Lebendigen Gott, laß uns Deine große Kraft empfinden, dieselbe Kraft, in welcher Du unsern Herrn Jesum Chri­stum von dem Tode erweckt hast. Gib auch, daß wir der Schrift, dem Zeugnisse Deiner Wahrheit nachsinnen und Deine Lebensworte in uns zum Leben werden lassen. Amen.

Vater Unser.