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und Kraft des Christenthums stören kann. Ihr Wandel geht dem Bräutigam entgegen; denn wo Glaube und Liebe in Christo sind, ist auch Hoffnung auf Christum.
Aber der Bräutigam verzieht, wie Er nun schon achtzehnhundert Jahre verzogen hat. Aber das thut Er darum, weil Er Gedulk mit uns hat 2 Petri 3, 9. Dieses Verziehen des Bräutigams oder vielmehr Seine Geduld, die Er mit uns hat, soll uns wohl zu Statten kommen, weil wir also Zeit haben, die uns im Anfange unfrer Erweckung anhaftenden Unlauterfeiten und Gebrechen und Schwächlichkeiten, deren so viele sind, abzulegen. Aber die Jungfrauen werden alle schläfrig, ja sogar sie entschlafen alle. Ihre Hoffnung auf Christum bleibt nicht munter und die Hoffnung ist doch eins von den dreien, die da bleiben sollen 1 Cor. 13. Da untersuche denn ein Jeder, was die Ursache ist, daß er die erste Frische und Munterkeit nicht mehr hat.
Um Mitternacht kommt der Bräutigam. Es ist Mitternacht völlige Finsterniß, wie es zur Zeit der Zukunft Christi sein wird in dieser Welt. Da erwachen die Jungfrauen allesammt. Aber nun findet sich's, daß fünfe klug und fünfe thöricht waren. Die thörichten Jungfrauen haben Lampen wie die tlugen; aber die klugen haben Del und die thörichten nicht. Das war die Klugheit der Klugen, daß sie in der Wartezeit Del sammelten, was die thörichten nicht gethan haben.
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An dem Dele liegt's also. Del ist aber nichts anderes als der Geist des lebendigen Gottes, der nns in Seinem Worte entgegenkommt. Die thörichten Jungfrauen waren mit etwas Del in den Lampen zufrieden, mit etwas Andacht und Liebe zu Gott. Die klugen dagegen haben in der Wartezeit reichlich Del, also himmlische Kräfte des Geistes Gottes in der Erkenntniß und im Glauben, eingesammelt. Man soll ja aus Christi Fülle nehmen Gnade um Gnade und soll bitten, daß man vollkommene Freude habe, und soll durch Christum nicht bloß einmal eingehen sondern allezeit und nicht bloß eingehen sondern auch ausgehen durch Ihn Joh. 10, 9.
Wie wichtig ist es doch, in der Schrift zu forschen und durch den Geist der Schrift göttliche Erkenntniß, göttliche Uleberzeugung zu gewinnen und sich in allen Gefäßen auch des Verstandes, der Begierden, des Gedächtnisses von dem göttlichen Geiste durchdringen zu laſsen.
Darum wachet d. h. schlaft nicht; erweckt die Hoffnung des ewigen Lebens in euch; stärkt den Glauben in dem Worte des Geistes und habt auf eine innige Liebe zu Christo euer Absehn. Dies Dreies muß uns bleiben: Glaube, Hoffnung, Liebe.
Gebet. Herr Jesu Christe, Du werther Seelenbräutigam, der Du uns in Deinem Worte auf mancherlei Weise vermahust, wegen Deiner Zukunft in steter Bereitschaft zu sein, wir bitten Dich


