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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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Montag nach dem 2. Advent.

Mel.: Wie soll ich Dich empfangen oder: Aus meines Herzens Grunde.

Jesu, meine Wonne,

Komm' bald und mach' Dich auf! Geh' auf, verlangte Sonne, Befördere Deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende, Und führ' uns aus dem Streit! Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit.

( Vers 1 und 10 aus: Ermuntert euch, ihr Frommen.)

Ermuntert euch, ihr Frommen! Zeigt eurer Lampen Schein! Der Abend ist gekommen, Die finstere Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet Der Bräutigam mit Pracht. Auf, betet, kämpft und wachet; Bald ist es Mitternacht.

Sefaias 40, 1-10.

Tröffet, troffet mein Volk, spricht euer Gott; redet mit Jerusalem freundlich, und predigt ihr, daß ihre Ritterschaft ein Ende hat, denn ihre Mifferhat ist vergeben; denn sie hat 3weifältiges empfangen von der Hand des Herrn, um alle ihre Sünde. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste: bereitet dem Herrn den Weg, machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott. Alle Thaler sollen erhöher werden, und alle Berge und Sügel sollen geniedriget werden, und was ungleich ist, soll eben, und was hockerig ist, soll schlicht wer­den: Denn die Herrlichkeit des Serrn soll geoffenbaret werden; und alles Sleisch mit einander wird sehen, daß des Herrn Mund redet. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich predigen? Alles Sleisch ist Heu, und alle seine Gåte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; denn des Herrn Geist blåset darein. Ja, das Volk ist das Hen. Das Seu verdorret, die Blume verwelket; aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. 3ion, du Predigerin, freige auf einen boben Berg. Jerusalem, du Predigerin, bebe deine Stimme auf mit Macht, bebe auf, und fürchte dich nicht; fage den Städten Juda's: Siebe, da ist euer Gott! Denn siebe, der Herr Herr kommt gewaltiglich; und sein Arm wird herrschen. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Ver­geltung ist vor ihm.

Hier ist die Rede von beiderlei Erscheinung Christi in Seiner Mensch­

werdung und Niedrigkeit wie auch von Seiner Wiederkunft am jüngsten Tage, da Er gewaltiglich kommt und Sein Lohn ist bei Ihm und Seine Vergeltung vor Ihm. Denn Seine erste Ankunft zu un­serer Erlösung und auch zum Gerichte für Alle, die nicht erlöst sein wollen, fordert die zweite Ankunft zum letzten Gerichte, da Er Alles zum Ende und Ziele bringt, sowohl die Seligkeit der Erlösten als die Verdammniß der Ungläubigen. Tröstet, tröstet Mein Volk- das ist am jüngsten Tage in dem vollen Sinne wahr.

Aber der süße Trost Gottes soll uns auch jetzt schon zu Statten kommen. Zwar, wer den Trost Gottes bekommen soll, muß densel­ben auch begehren und bedürfen. Darum sendet, Gott die Stimme

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