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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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2. Advents- Sonntag.

Eigene Melodie.

Es ist gewißlich an der Zeit, Daß Gottes Sohn wird kommen. In Seiner großen Herrlichkeit, Zu richten Bös und Frommen. Da wird das Lachen werden theu'r, Wenn Alles wird vergeh'n im Feu'r, Wie Petrus davon schreibet.

DJEsu, hilf zur selben Zeit Von wegen Deiner Wunden, Daß ich im Buch der Seligkeit Werd' eingezeichnet funden. Daran ich denn auch zweif'le nicht; Denn Du hast ja den Feind' gericht Und meine Schuld bezahlet.

( Vers 1 und 5 aus: Es ist gewißlich an der Zeit.)

Luc. 21, 25-36.

Und es werden Seichen geschehen an der Sonne, und Mond, und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange fein und werden zagen; und das Meer und die Wasserwogen werden brausen. Und die Menschen werden verschmachten vor Surcht, und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Kräfte sich bewegen werden. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn fommen in der Wolke, mit großer Kraft und Serrlichkeit. Wenn aber dieses anfanget zu geschehen, so sebet auf, und hebet eure Häupter auf, darum, daß sich eure Erlösung nabet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Seigenbaum und alle Bäume. Wenn sie jetzt ausschlagen, so sebet ihr es an ihnen, und merket, daß jegt der Sommer nabe ift. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sebet angeben, so wiffet, daß das Reich Gottes nahe ist. wahrlich, ich fage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergeben, bis daß es alles ges schehe. Simmel und Erde werden vergeben, aber meine Worte vers geben nicht. Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret wer­den mit Sreffen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Sallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. So seid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu fiehen vor des Menschen Sohn.

Ist alle Schrift wichtig, wie wichtig besonders diese und andere Stellen, die vom jüngsten Tage handeln! Die Lehre vom jüngsten Tage sollte man keine Stunde aus den Augen setzen, sondern dieselbe wie eine stete Gegenwehr wider alle Sünde gebrauchen. Alle Zeichen, deren im Evangelio gedacht wird, werden geschwind und unversehens kommen und wird alsbald der gerechte Richter Christus erscheinen. Darum soll jede Seele, die dies hört und liest, sich zur wahren Buße und steten Vereinigung mit Gott schicken, um nicht zu bleiben unter der schrecklichen Zahl der Verächter und Spötter, von welchen St. Pe­trus in seinem 2. Briefe Cap. 3. schreibt, daß sie kommen würden und jetzt in großer Zahl gekommen sind.

Den Gläubigen ist der jüngste Tag ein großer Trost. Denn er soll ihnen sein wie der liebliche Frühling, da Alles wieder hervor­