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deren Sinu ist nach dem Worte: wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suchen wir.
Aber was Abraham verläßt, ist viel, viel, ohne Vergleich geringer als das, was er dafür findet. Denn Gott erbietet Sich ihm als Vater. Gott verheißt dem Abraham aus lauter Liebe sieben große Gnadenschätze. Erstlich: Ich will dich zum großen Volk machen. Zum andern sagt Gott: Ich will dich segnen, das ist: Du sollst ein unüberwindliches Königreich haben. Zum dritten: Ich will Dir einen großen Namen machen; alle Menschen werden wissen von Abraham und seinem Volke und was für Wunder an ihnen geschehen. Zum vierten: Du sollst ein Segen sein; viele Leute werden durch deine Kinder zur Erfenntniß Gottes und ihrer Seligkeit befördert werden. Zum fünften: Ich will segnen, die dich segnen; es soll deinen Kindern Niemant auch einen Trunk kalten Wassers umsonst gegeben haben. Zum sechsten: Ich will verfluchen, die dich verfluchen wie es Pharao mit Schanden erfahren hat und alle Welt noch erfährt. Zum siebenten: In dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden, das ist: Jesus Christus, der Welt Heiland, soll aus Abraham's Geschlecht geboren werden. Mithin, welch' ein Lohn, zeitlicher und ewiger, wird Abrahamı gegeben der ganze Segen des ewigen, großen Gottes.
Als Abraham auszieht, wird er freilich ein Pilgrim; aber er ist nicht allein, sondern Lot, sein Vetter, zieht mit, und ebenso Sarah, sein Weib, das Vorbild aller gottseligen, heiligen Ehefrauen. Aber über der Lieblichkeit der menschlichen Gemeinschaft steht noch die gnädige Gegenwart Gottes. Wohin Abraham kommt, baut er dem Herrn einen Altar und an diesem Altar offenbarte sich der Herr dem Abraham und ließ demselben süße Sonnenblicke zukommen. Und wie Abraham so sich überall mit dem Schatze seines Herzens, dem Herrn JEsu trug, so predigte er auch seinen Hausgenossen vom Namen des Herrn. Das war der Reichthum in seinem Hause. Sind wir rechte Christen, so sind wir Abrahams Kinder; Abraham ist unser Spiegel. Gottes Segen in Christo ist dann unser unerschöpflicher Reichthum, Gottes Wort unser Brod, Gottes Wille unsre Regel, Gottes Geist unser Führer. Dazu helfe uns der allmächtige Gott, der Abrahams Hülfe in Allem war.
Gebet. Ach, Du Baum alles Segens, Herr Jesu, dessen Tag Abraham sah und sich freuete, laß Deinen Segen auf uns kommen. Du Gesegneter Gottes, segne uns, Deine Kinder, daß wir der Sünde ledig und der Gnade theilhaftig werden, und also unsern Beruf recht erkennen und erfüllen, damit, daß wir das Herz nicht an das Zeitliche hängen, was doch Alles vergänglich und unbeständig ist, sondern, daß wir unser Sinnen und Trachten auf das Ewige richten. Gelobet sei Dein Name, daß Du ein Reich angefangen hast und erhältst und mehrst, worin Gottes Segen und Kraft und Gerechtigkeit ist. Amen.
Vater Unser.
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