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Hausbuch : tägliche Andachten für die Hausgemeine / hrsg. vom Ev. Bücher-Verein
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Mittwoch nach dem 1. Advent.

MeL: Aus meines Herzens Grunde.

Was wir hier hör'n und sehen, Das hör'n und seh'n wir kaum. Wir lassen's da und gehen, Es irret uns kein Traum. Wir geh'n in's Ew'ge ein. Mit Gott muß unser Handel, Im Himmel unser Wandel Und Herz und Alles sein.

Kommt Kinder, laßt uns gehen; Der Vater gehet mit.

Er selbst will bei uns stehen In jedem sauren Tritt. Er will uns machen Muth, Mit süßen Sonnenblicken Uns locken und erquicken.

Ach, ja, wir haben's gut.

( Vers 9 und 11 aus: Rommt, Kinder, laßt uns gehen.)

1 Mof. 12, 1-9.

Und der Herr sprach zu Abram: Gebe aus deinem Vaterlande, und von deiner Freundschaft, und aus deines Vaters Hause, in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen, und will dich segnen, und dir einen großen Namen machen, und sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und ver­fluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Ge­schlechter auf Erden. Da zog Abram aus, wie der Herr zu ihm ge­sagt hatte; und Lot 30g mit ihm. Abram aber war fünf und sieben­zig Jahre alt, da er aus Saran zog. Also nahm Abram sein Weib Sarai, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Sabe, die sie gewonnen hatten, und die Seelen, die sie gezeuget batten in Saran; und zogen aus zu reisen in das Land Canaan. Und als sie gekom­men waren in daffelbige Land, 30g Abram durch bis an die Stätte Sichem, und an den Sain More. Denn es wohneten zu der Zeit die Cananiter im Lande. Da erschien der Herr Abram, und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und er bauete daselbst dem Herrn einen Altar, der ihm erschienen war. Darnach brach er auf von dannen an einen Berg, der lag gegen den Morgen der Stadt Beth- El; und richtete seine Hütte auf, daß er Beth- El gegen Abend, und Ai gegen den Morgen hatte; und bauete daselbst dem Herrn einen Altar, und predigte von dem Namen des Herrn. Darnach wich Abram ferner, und zog aus gegen den Mittag.

Gott sondert den Abraham aus als einen edlen Kern aus den Hül­

sen. Es leuchtet uns in Abraham an Gottes unaussprechliche Güte, Gnade und Barmherzigkeit. Abraham kann sich nicht rühmen, daß er es verdient habe, Gott thut's ohne all' sein Verdienst und Würdigkeit. Abraham muß ja freilich Vaterland, Freundschaft und Vaters Haus, drei Dinge, welche dem Menschen werth sind, verlassen. Aber das muß sein, denn in Abrahams Vaterlande diente man den Gözzen. Daß Abraham, schon fünf und siebenzig SJahre alt, auszieht, und zwar frei­willig auszieht, ist ebenso ein Zeugniß für die Kraft der göttlichen Be­rufung an der Menschenseele, als es ein Zeichen ist für alle Christen,